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Frauen*rechte und Frauen*hass

„Der Weg zu echter Befreiung dagegen ist schwer, aber unausweichlich: Feminismus oder Barbarei.“ Mit „Frauen*rechte und Frauen*hass“ schließt das Autor*innenkollektiv FE.IN nahtlos an fast vergessen geglaubte fantifaschistische Traditionen an.

Sie verharren nicht, wie viele Reaktivierungsversuche des Labels in jüngster Zeit, in antisexistischer Kritik an der eigenen Szene, sondern analysieren mit geschultem feministischen und antifaschistischen Blick die Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der extremen Rechten.  Es zeigt sich, dass hier Expert*innen am Werk waren, die sich seit Jahren und Jahrzehnten mit der extremen Rechten auseinandersetzen. Dem Autor*innenkollektiv FE.IN gelingt es, einen Überblick über Themen, Akteur*innen und Mobilisierungsstrategien zu geben, diese analytisch zu verknüpfen, ihren Ursprung und ihre Entwicklung aufzuzeigen, indem sie ihre Analyse mit Erkenntnissen früherer Fantifas und feministischer Rechtsextremismusforscherinnen verknüpfen und zu guter Letzt ihren Feminismus argumentativ verteidigen. Sie legen eine brillante aktuelle Analyse des an sich sperrigen, da wahnsinnig vielfältigen Themenbereichs „Antifeminismus“ vor, die nicht nur einen immensen Mehrwert für die Feindanalyse bietet, sondern darüber hinaus eine Utopie verfolgt.

Autor*innenkollektiv FE.IN
Frauen*rechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt
Verbrecher Verlag, Berlin 2019
199 Seiten, 15 Euro




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