Artikel von Günter Born

Zur Geschichte migrantischer Kämpfe in Deutschland – Der „Fordstreik“ 1973

Am Nachmittag des 24. August 1973 standen die Fließbänder in der Halle Y der Fordwerke in Köln-Niehl still. Die in der Endmontage beschäftigten überwiegend türkischen ArbeiterInnen hatten die Maschinen angehalten. Kein Fahrzeug verließ an diesem Freitag mehr die Fabrik. Im Laufe des Tages hatte sich ein Streikaufruf wie ein Lauffeuer im Betrieb verbreitet. Rund 8.000 ArbeiterInnen traten in den Ausstand – unorganisiert und spontan.

Zur Frühgeschichte der FDP in Nordrhein-Westfalen

Ende Februar 1956 überschlugen sich in der NRW-Landespolitik die Ereignisse. Durch ein konstruktives Misstrauensvotum wurde Ministerpräsident Karl Arnold (CDU) gestürzt. Abgeordnete der FDP und des Zentrums waren aus der Regierungskoalition mit der Union ausgeschert und hatten den SPD-Kandidaten Fritz Steinhoff (SPD) ins Amt gehoben. Der Koalitionsbruch kam einem kleinen politischen Erdbeben gleich.

Staatliche Abschottungspolitik, WutbürgerInnen und die extreme Rechte

Immer wieder lassen sich in der aktuellen Asyldebatte Verschränkungen zwischen staatlicher Asylpolitik, rassistischen Stimmungslagen in der „Mitte der Gesellschaft“ und den Mobilisierungspotentialen der extremen Rechten beobachten – ähnlich wie zu Beginn der 1990er Jahre. Stellt die gegenwärtige Diskussion eine Wiederkehr der Geschichte dar?