Artikel von Jens Kastner

Foto: mirimineta
Identitätspolitik und Klassenkampf müssen sich keineswegs ausschließen

Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten ist eine Argumentation weit verbreitet. Demnach habe sich die Linke in den letzten Jahren nur auf die Anliegen von Minderheiten konzentriert. Soziale Ungleichheit und deren Bekämpfung sei aus dem Blick geraten. Kurz: Identitätspolitik habe den Klassenkampf abgelöst. Diese Entwicklung habe schließlich auch den Aufstieg der Ultrarechten beflügelt, wenn nicht sogar ausgelöst.

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  • ist Soziologe und Kunsthistoriker und unterrichtet an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zusammen mit Lea Susemichel veröffentlichte er kürzlich: "Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken", Unrast Verlag, Münster, 150 S., 12,80 Euro.