Artikel von Johannes Hartwig

Onlineausgabe |
Aktivist_innen der Initiative Keupstraße vor dem Oberlandesgericht München
Ein Gespräch mit der Initiative „Keupstraße ist überall“

Seit dem 12. Januar beschäftigt sich 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München im NSU-Prozess mit dem Nagelbomben-Anschlag in der Kölner Keupstraße im Juni 2004. Die Initiative „Keupstraße ist überall“ möchte am 20. Januar mit möglichst vielen solidarischen Menschen nach München fahren, um die Betroffenen des Anschlags, die ab diesem Tag aussagen müssen, zu unterstützen. Außerdem ist ein Aktionstag geplant.

Dortmunder Gedenkstein zum Gedenken an Mehmet Kubaşık
Interview mit dem Rechtsanwalt Sebastian Scharmer

Über die Rolle der Geheimdienste im NSU-Komplex, den Gerichtsprozess in München und Erwartungen an den NRW-Untersuchungsausschuss sprachen wir mit dem Berliner Rechtsanwalt Sebastian Scharmer. Er vertritt vor dem Oberlandesgericht München die Nebenklägerin Gamze Kubaşık, Tochter des 2006 in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşık.

Interview mit Sally Perel

„Ich war Hitlerjunge Salomon“, die Geschichte des jüdischen Jungen Sally Perel, der den Nationalsozialismus unter falscher Identität in der Uniform seiner Feinde überlebte, ist heute eines der meistgelesenen Bücher im Schulunterricht zum Thema Nationalsozialismus und wurde 1990 verfilmt. Als einer der letzten Zeitzeugen besucht Sally Perel seit Jahren auf Lesetouren Schulen in Deutschland. Wir haben Sally getroffen und über sein Leben als Hitlerjunge und seinen Umgang mit der Vergangenheit gesprochen.

Interview mit Antifas aus Duisburg

Im Sommer 2013 verschärfte sich die Situation rund um das Haus „In den Peschen“ in Duisburg erheblich. Da rassistisch motivierte Übergriffe auf das Haus befürchtet wurden, gründete sich eine Nachtwache, an der Personen aus unterschiedlichen antifaschistischen und antirassistischen Zusammenhängen beteiligt waren. Wir sprachen mit Mitgliedern der „Initiative gegen Duisburger Zustände“ über ihre Erfahrungen.

„Collegium Humanum“ trotz Verbot weiterhin aktiv

Am Morgen des 7. Mai 2008 wurden die Fenster und Türen des „Collegium Humanums“ (CH) in der ostwestfälischen Kleinstadt Vlotho zugemauert, nachdem die Räumlichkeiten zuvor von der Polizei durchsucht worden waren. Innenminister Wolfgang Schäuble hatte den Verein „Internationales Studienwerk Collegium Humanum e.V.“ sowie die Unterorganisationen „Bauernhilfe e.V.“ und „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) verboten. Das CH war über Jahrzehnte eine der zentralen Bildungsstätten der extremen Rechten in Deutschland und in den letzten Jahren zunehmend Ausgangspunkt Holocaust-leugnender Kampagnen. Doch auch fünf Jahre nach dem Verbot setzen die AkteurInnen des CH ihre Aktivitäten fort. Ein aktueller Überblick.

Ein Gespräch über antifaschistische Erinnerungsarbeit an wohnunglose Opfer rechter Gewalt

Im öffentlichen Gedenkdiskurs über Opfer rechter Gewalt tauchen Wohnungslose nur am Rande auf. Aber auch in antifaschistischen Zusammenhängen scheint diese Betroffenengruppe wenig Beachtung zu finden. Wir sprachen mit Vertreter_innen des „Polit-Cafés Azzoncao“ aus Bochum und der Koblenzer „Initiative ‘Kein Vergessen’“ über konkrete Erfahrungen in der lokalen Erinnerungsarbeit.