DO: Nur temporär gewaltfrei

Dortmund – Die Veranstalter eines Neonazi-Aufmarschs am 5. September in Dortmund tun sich offenbar schwer mit einer Distanzierung von Gewalt. 

Wohl aus der Furcht, dass die „Antikriegstags“-Demonstration verboten werden könnte, hatten „die Veranstalter und Organisatoren“ am 22. Juni auf ihrer Homepage beteuert, sie würden sich „von jeglicher Gewalt und eventuell im Internet kursierenden Aufrufen, die gewalttätige Handlungen im Zusammenhang mit unserer Demonstration fordern oder für gut heißen“, distanzieren. „Gewalttätige Handlungen“ würden sie „bereits im Ansatz unterbinden“. Inzwischen ist diese Erklärung aber wieder von der Internetseite verschwunden.

Nachdem rund 400 Neonazis am 1. Mai in Dortmund eine DGB-Demonstration angegriffen hatten, war die Forderung nach einem Verbot der für den 5. September terminierten Demo lauter geworden. Polizeipräsident Hans Schulze hatte angekündigt, er wolle ein Verbot des Aufmarschs „unter Berücksichtigung der Ereignisse am 1. Mai neu bewerten“. Er zeigte sich „zuversichtlich“, dass es gelinge, die Neonazi-Demo „gerichtsfest zu verbieten”. (ts)

Meta