LIP/MI: Neonazi fährt 14 Monate ein

Detmold/Hille – Der 28-jähriger Neonazi Marco Siedbürger aus Hille (Kreis Minden-Lübbecke) verschwindet unter anderem wegen einer gefährlichen Körperverletzung für 14 Monate in Haft.

Die Berufung gegen ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Detmold zog er am 23. Juni vor dem Landgericht Detmold zurück. Seine Erfolgsaussichten hatte er offenbar als gering eingeschätzt.
Das Amtsgericht Detmold hatte Siedbürger Anfang März wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter gemeinschaftlicher Körperverletzung und Beleidigung in erster Instanz zu 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Siedbürger war demnach im Sommer 2008 mit zwei vermummten „Kameraden“ im Detmolder Kulturzentrum „Alte Pauline” aufgetaucht und hatte Besucher bedroht und auf einen von ihnen eingeschlagen. Auch mit einem schweren Bierkrug versuchte er zuzuschlagen. Bewährung gab’s nicht mehr. Siedbürger, so die Richterin, besitze keinerlei Unrechtsbewusstsein. Vorbestraft ist er unter anderem wegen einer Körperverletzung mit Todesfolge. (js)

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