LEV/BN/GM/NE: „Aufsehenerregender Schlusspunkt“

Leverkusen/Bonn/Radevormwald/Dormagen – Die extrem rechte „Bürgerbewegung pro NRW“ will am 21. und 22. August die „heiße Phase“ ihres Kommunalwahlkampfs mit vier Kundgebungen abschließen.

Vollmundig versprechen die „pro NRW“-Oberen ein „aktionsreiches Wochenende“ mit „vier großen öffentlichen Wahlkundgebungen“ in Leverkusen, Bonn, Radevormwald und Dormagen. Sie sollen den „Höhepunkt“ der „pro“-Kampagne eine Woche vor der Wahl der neuen Stadträte und Kreistage darstellen. Mit dieser Kundgebungsreihe werde „pro NRW“, so heißt es großspurig auf der Homepage der selbst ernannten „Bürgerbewegung“, einen „aufsehenerregenden Schlusspunkt ihres Wahlkampfes setzen“. Erwartet würden „mehrere hundert Teilnehmer und prominente Redner“.

Die Rechtspopulisten rund um ihren Vorsitzenden Markus Beisicht neigten schon in der Vergangenheit dazu, in der Vor-, wie in der Nachberichterstattung über ihre Veranstaltungen maßlos zu übertreiben. Nach der „Hauptkundgebung“ ihres „Anti-Islamisierungskongresses“ im Mai, zu der gerade einmal rund 200 „pro“-Anhänger nach Köln kamen, sprachen sie beispielsweise von „rund 1000 Teilnehmern“.

Allerdings: Über die Chancen der Rechtspopulistentruppe an der Wahlurne sagen ihr Misserfolg bei der Mobilisierung auf der Straße und ihre verbale Großspurigkeit wenig aus. Anders als bekennende Neonazis zieht es ihr Klientel nicht bekenntnishaft zum „Kampf um die Straße“ nach draußen. Ihm reicht das Kreuz in der Wahlkabine. Zuwächse für „pro Köln“ in der Domstadt und der Gewinn von Mandaten durch „pro NRW“ im Umland sind daher nach wie vor nicht ausgeschlossen. (ts)

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