DO: Konzerteinnahmen füllen (Anti-)Kriegskasse

Dortmund – In dem kleinen belgischen Örtchen Nijlen-Bevel, 30 Kilometer östlich von Antwerpen, fand am vorigen Samstag das Neonazi-Konzert statt, mit dessen Erlös die Kasse der Dortmunder Rechts-„Autonomen“ für ihren „Rechtskampf“ um die Durchführung des „Antikriegstags“-Aufmarschs am 5. September aufgebessert werden sollte.

Als Veranstaltungsort hatten sich die Neonazis das kirchliche Gemeindezentrum „De Heerd“ in dem gerade einmal 2000 Einwohner zählenden Dorf Bevel ausgesucht. Bereits Anfang des Jahres war dort ein Rechtsrock-Konzert organisiert worden – veranstaltet von einer „Blood & Honour“-Sektion. Diesmal wirkte nicht „Blood & Honour“, sondern die konkurrierende Neonazi-Organisation „Hammerskin-Nation“ bei der Organisation mit.

Als „Schleusungspunkt“ für die Teilnehmer diente ein Ort an der Autobahn E34, die vom Ruhrgebiet nach Antwerpen führt. Die Besucherzahl wird auf rund 450 geschätzt. Ganz überwiegend waren es Neonazis aus der Bundesrepublik, aber auch einige aus den Niederlanden, die in Bevel einfielen. Angemietet hatten die Neonazis den Saal unter dem Vorwand, dass dort ein 18. Geburtstag gefeiert werden sollte.

Beim Auffüllen der Dortmunder rechts-„autonomen“ Kriegskasse für den „Antikriegstag“ gab es einen Kollateralschaden: Einer der Besucher brach sich beim Pogo-Tanzen das Knie. (ts)

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