HX: Steinheimer Dialog mit Neonazis (Teil 2)?

Steinheim – Nach dem ersten Zusammentreffen von Steinheims Bürgermeister Joachim Franzke mit Mitgliedern der neonazistischen „Freien Kameradschaft Höxter“ hat es offenbar noch eine zweite Gesprächsrunde gegeben.

Nachdem beim ersten Anlauf der Bürgermeister, ein Vertreter des Ordnungsamtes und zwei Neonazis beisammensaßen (/nrwrex/2010/01/hx-neonazis-akzeptierte-gespr-chspartner-f-r-b-rgermeister), habe es eine „mündliche Einladung zum zweiten Treffen“ gegeben, heißt es auf Internetseiten von Neonazis. Anwesend gewesen seien „Vertreter von Kirche, Polizei, Schuldirektoren sowie Parteivorständen“. Offenbar wurde dabei verabredet oder dekretiert, nichts über Gesprächsthemen oder Ergebnisse verlauten zu lassen.

Die Frage, ob sich Bürgermeister Franzke von der Überlegung leiten lässt, per Dialog hinter verschlossenen Türen zu einem irgendwie gearteten Konsens mit Mitgliedern einer Neonazi-Kameradschaft gelangen zu können, lässt sich nicht abschließend beantworten. „NRW rechtsaußen“ fragte bei ihm nach, wie die neuerliche Gesprächsrunde zustande kam, wer daran teilnahm, was der Zweck des Treffens war, welche Ergebnisse es hatte und welche Erwartungen in ein solches Treffen gesetzt worden sind. Die Antwort aus der Steinheimer Stadtverwaltung war kurz und knapp: „Herr Franzke wird sich dazu nicht äußern.“

Die Neonazi-Kameradschaft Höxter denkt derweil gar nicht daran, auf die Beschimpfungen des Bürgermeisters zu verzichten. Zugleich nennen die Neonazis den Dialogversuch einen „lächerlichen Versuch der Stilllegung“, der sie nicht beeindrucken werde. (rr)

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