Nebenbei: Steinheim macht Karnevalspause

Steinheim – Wir würden uns ja gerne wieder intensiver anderen Themen widmen und weniger dem Durcheinander im Steinheimer Rathaus. Aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden, doch (schon) wieder auf das Thema zurückzukommen.

Dreimal hat sich „NRW rechtsaußen“ gestern und heute darum bemüht, jene Mitteilung zu erhalten, die Bürgermeister Joachim Franzke am Montagnachmittag in eigener Sache herausgegeben hatte und von der es im „Westfalenblatt“ hieß, es handele sich um eine „Erklärung an alle Medien“. Verschickt worden war sie freilich nicht an alle Journalisten, die sich in der letzten Zeit um Informationen über dem Umgang mit Neonazis in Steinheim im Rathaus hatten informieren wollen. „NRW rechtsaußen“ blieb – bewusst oder unbewusst – ausgespart, trotz der zwei Wochen währenden Versuche, von Franzke eine Stellungnahme zum Thema zu erhalten.

Zweimal blieb die Bitte, seine Erklärung wenigstens nachträglich zu erhalten, gestern komplett unbeantwortet. Auf eine dritte Anfrage von heute teilte die Stadtverwaltung mit, die Fraktionsvorsitzenden der im Steinheimer Rat vertretenen Parteien und Bürgermeister Franzke hätten bei einem Treffen gestern Abend vereinbart, dass es nach Karneval eine gemeinsame Erklärung „zu den Vorkommnissen der letzten Tage“ geben werde. „Darüber hinaus wurde verabredet, keine weiteren Stellungnahmen abzugeben. Diese Entscheidung umfasst auch bereits veröffentlichte Inhalte.“

Also: Was längst in der Welt ist, woraus bereits ellenlang zitiert wird, was sogar auf Internetseiten im kompletten Wortlaut wiedergegeben wird, wird nicht mehr verbreitet. Ob es noch gilt, wäre die nächste Frage. Beantwortet wird sie nach Karneval. (rr)

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