LEV: Beisicht endlich einmal wichtig?

Leverkusen – „Konsequente Oppositionsarbeit“ will „pro NRW“ in den Kommunalparlamenten leisten – gleichzeitig aber auch zur Mehrheitsbildung gebraucht werden, wo immer möglich, um irgendwie dann doch so etwas wie Seriosität und Akzeptanz zu suggerieren. In Leverkusen sei gerade jetzt genau seine Stimme bei einer Abstimmung entscheidend gewesen, tönt der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht.

Beweisen kann er das zwar nicht, denn jene Abstimmung war geheim. Doch in der Tat wurde am Dienstag in Leverkusen mit der knappen Mehrheit von 16 zu 15 Stimmen ein neuer Vorsitzender des Integrationsrates gewählt, dem Beisicht als Vertreter von „pro NRW“ angehört.

„Beisicht verhindert die Wiederwahl des SPD-Quotenmigranten Jannis Goudoulakis“, schreit die Leverkusener Filiale von „pro NRW“ nun in die Welt. Es sei „schon außerordentlich pikant“, dass ausgerechnet seine Stimme den Ausschlag gegeben habe, meint der „pro“-Chef selbst. Goudoulakis habe  in der Vergangenheit unzählige Kampagnen gegen „pro NRW“ mit organisiert. „Hierfür hat er jetzt die verdiente Quittung erhalten.“

Neuer Vorsitzender des Gremiums ist nun Serkan Kaygisiz von der Liste „Dein Leverkusen“. (ts)