DO: „Pro NRW“ plant Aktionen in Hörde

Dortmund – NPD und DVU haben sich an dem Thema schon abgearbeitet, und bereits vor knapp sechs Jahren zogen „parteifreie“ Neonazis gegen das Projekt auf die Straße. Jetzt hat auch „pro NRW“ den Bau eines türkischen Gemeindezentrums in Dortmund-Hörde als Thema entdeckt.

„Diverse Mahnwachen sowie eine große Protestkundgebung“ gegen den Bau der „Prunk-Moschee“ kündigte der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht heute an. In den nächsten Wochen werde eine „öffentlichkeitswirksame Kampagne gegen das umstrittene Multi-Kulti-Prestigeobjekt mit Flyern und Petitionen gestartet“.

Beisicht wittert der Mitteilung von „pro NRW“ zufolge die Bildung einer gefährlichen islamistischen Parallelgesellschaft“ in Hörde. Tatsächlich dürfte ihn eine andere Sorge mehr umtreiben: In Dortmund – und damit immerhin in der zweitgrößten Stadt Nordrhein-Westfalens – hat Beisichts selbst ernannte extrem rechte „Bürgerbewegung“ bisher keinen Fuß auf den Boden gebracht. Bei der Landtagswahl am 9. Mai kamen die Rechtspopulisten in den vier Wahlkreisen der Stadt auf gerade einmal 0,7 bzw. 0,8 Prozent der Stimmen und mussten sich sogar von der innerrechten Konkurrenz in Gestalt der NPD abhängen lassen.

Just gestern hatte auch die NPD Aktionen in Hörde angekündigt (/nrwrex/2010/05/doboe-npd-weiter-antiislamisch-unterwegs).  (ts)

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