DO: NPD schimpft auf „Spalterpartei pro NRW“

Dortmund – Kurz nachdem „pro NRW“ eine Demonstration am 17. Juli in Hörde angemeldet hat*, kündigt nun auch die örtliche NPD verstärkte Aktivitäten in dem Dortmunder Stadtteil an.

Anders als Ende März in Duisburg und am 1. Mai in Solingen, als die NPD die Anmeldung von „pro NRW“-Kundgebungen mit eigenen, parallel stattfindenden Demonstrationen beantwortete, ist davon bei der Dortmunder NPD diesmal nicht die Rede – jedenfalls noch nicht. Stattdessen kündigt der von Matthias Wächter geführte Kreisverband an, man werde im gesamten Bezirk Hörde ein neues Flugblatt verteilen.

Unter der Überschrift „Kein Moscheebau in Hörde oder sonst wo in Dortmund!“ finden sich auf dem Flugblatt altbekannte NPD-Forderungen und -Parolen: Ausländer sollen kein Eigentum an Grund und Boden in Deutschland erweben dürfen; eine „ersatzlose Streichung des einklagbaren Rechtes auf Asyl“; die „Ausgliederung der in Deutschland lebenden und beschäftigten Ausländer aus dem deutschen Sozial- und Rentenversicherungssystem“ etc. pp..

Einen eigenen Absatz widmet die NPD auf ihrem Flugblatt aber auch der Konkurrenz im Lager der extremen Rechten. „Achtung: Neue ,Spalterpartei PRO-NRW’ weitet sich in Dortmund aus!“, will sie offenbar die Bürger warnen. „Pro NRW“ nutze „populistische Parolen, um das Lager der nationalbewussten Wähler zu spalten“. Sie diene damit einzig und allein dem herrschenden politischen System: „Geben Sie ,Spalterparteien’ und ,Schaumschlägern’, wie REP, Offensive D (Nachfolger der Schillpartei), ,Pro-NRW’ und so weiter keine Chance!“** (ts)

* Ältere Meldungen zum Thema:

/nrwrex/2010/06/do-republikaner-chef-demonstriert-mit-pro-nrw

/nrwrex/2010/05/do-pro-nrw-demonstriert-am-17-juli-h-rde

/nrwrex/2010/05/do-pro-nrw-plant-aktionen-h-rde

** Dass es die „Offensive D“ als Partei seit mehr als zweieinhalb Jahren gar nicht mehr gibt, hat sich bis zur Dortmunder NPD noch nicht herumgesprochen.

Meta