NRW: DVU-Landesverband verlangt Ausschluss von Parteichef Matthias Faust

Dortmund – Der DVU-Landesverband Nordrhein-Westfalen will den Bundesvorsitzenden Matthias Faust aus der Partei ausschließen lassen.

Der NRW-DVU und zumal ihrem Vorsitzenden Max Branghofer missfallen die aktuellen Versuche Fausts, die „Deutsche Volksunion“ mit der NPD zu fusionieren. Für den morgigen Freitag soll in Bamberg vor Beginn des dort stattfindenden Bundesparteitags der NPD eine Pressekonferenz abgehalten werden, bei der Faust und NPD-Chef Udo Voigt die Pläne für einen Zusammenschluss vorstellen wollen.

Die NRW-DVU begründet ihr Ausschlussbegehren allerdings nicht mit dem Thema Fusion. Statt dessen greift sie auf einen Passus in der Satzung der Partei zurück, der den Ausschluss vorsieht, wenn ein Mitglied eine Eidesstattliche Versicherung über seine Vermögensverhältnisse (Offenbarungseid) abgegeben hat. Dies ist im Fall Fausts nach den Erkenntnissen der nordrhein-westfälischen DVU der Fall.

Branghofer fordert zudem Faust auf, eine Mitgliederbefragung zur Fusion, falls sie bereits gestartet worden sei, „unverzüglich einzustellen“. Informationen will der Landesverband auch zu einem Kredit erhalten, den der Neonazi Christian Worch im vorigen Jahr der Partei gab. Worch hatte eine säumige bzw. fehlende Rückzahlung moniert und war gegen die DVU vor Gericht gezogen. (ts)

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