DO: „Viel Feind Viel Ehr“ für „Oidoxie“?

Dortmund – Der Versuch der Neonazi-Band „Oidoxie“ und ihrer Ordner- und Unterstützertruppe „Streetfighting Crew“, das eigene Image in der Neonaziszene wieder aufzubessern, ist erst einmal gescheitert. Die „Stellungnahme“, die Crew und Band vor einigen Tagen veröffentlichten*, hat jedenfalls nicht ausgereicht, um ihre Gegner zu beschwichtigen. Und auch eine am Freitagabend nachgeschobene „Anmerkung zur Stellungnahme“ lässt Fragen offen.

Vor allem auf zwei Fragen war die erste Stellungnahme kaum bzw. gar nicht eingegangen: Warum einer aus der Crew, der regelmäßig als Konzertveranstalter auftrat, über mehrere Jahre hinweg angeblich Geld habe verschwinden lassen können, ohne dass Band oder Crew daran erkennbar Anstoß nahmen. Und zweitens: Warum Band bzw. Crew mit der Planung und Terminierung von Konzerten bewusst so etwas wie Gegenveranstaltungen zu Demonstrationen und anderen Aktivitäten der Dortmunder Neonaziszene aufgezogen hätten.

Die Mehrzahl der Kommentare in jenem Neonazi-Forum, in dem die Stellungnahme von „Oidoxie“ erschien, ließ an dem Text kein gutes Haar. Er sei „nicht zufriedenstellend“, „lächerlich“, „arrogant“, „nichtssagend“, eine „selbstherrliche Darstellung“, „nichtssagendes Geschwätz“ etc.. „Man kann sich nicht mit 2-3 läppischen Sätzen reinwaschen, wenn jahrelang (!!) etwas schief gelaufen ist“, resümierte einer der Kommentatoren in dem Forum.

Am Freitagabend legten „Oidoxie und Crew“ nach. Zumindest eine offene Frage beantworteten sie in ihrer „Anmerkung zu der Stellungnahme von Oidoxie“. Mit jenem Konzertveranstalter wollen sie nichts mehr zu tun haben: „Wir haben diese besagte Person aus der Crew geworfen und werden bestimmt nicht in irgend einem Forum sagen was wir mit dieser Person machen werden!“ Was mit den Einnahmen aus dessen Konzertveranstaltungen geschehen sei, wisse man nicht: „Uns wurde immer vorgerechnet das kein Geld übergeblieben ist und wenn dann nur 100 oder 200 Euro.“ Ab sofort soll aber alles besser werden: „Die Leute die nun die Konzerte Veranstalten sind nicht so und haben schon im Vorfeld beschlossen das Geld in die Bewegung zurückgeführt wird.“

„Viel Feind Viel Ehr“, heißt es gegen Ende der „Anmerkung“. An der Tatsache, dass „Oidoxie“ im Lager der Neonazis jede Menge Gegner hat, dürfte sich auf absehbare Zeit nichts ändern. (ts)

* /nrwrex/2010/06/do-oidoxie-distanziert-sich-von-konzertveranstalter

und

http://www.bnr.de/content/deftiger-suendenkatalog

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