B: Brinkmann mag kein Geld in den Kamin stecken

Berlin/Köln – Patrik Brinkmann, schwedischer Unternehmer mit angeblich prall gefüllten Portemonnaie, hat noch einmal die Bedingungen beschrieben, unter denen er bereit wäre, in den Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus zu investieren.

In einem Interview, das heute auf der Internetseite von „pro NRW“ veröffentlicht wurde, antwortet er auf die Frage, ob „pro“ in der Lage sei, einen Wahlkampf in Berlin zu führen: „Natürlich ist immer jede Kleinstgruppierung zu irgendwas in der Lage.“ Die Frage dürfe aber nicht lauten, ob „pro“ einen Wahlkampf in Berlin führen könne, „sondern ob die vernünftigen Kräfte gemeinsam einen Wahlkampf führen können“, erklärte Brinkmann. Der Schwede unterstützt Manfred Rouhs’ „pro Deutschland“ in Berlin im kommenden Jahr mit der angesichts früherer Ankündigungen eher bescheidenen Summe von 25.000 Euro – und das auch nur indirekt. „Pro NRW“ muss ein von Brinkmann gewährtes Darlehen aus dem Landtagswahlkampf nicht an ihn, sondern ratenweise an „pro Deutschland“ zurückzahlen.

Zu den „vernünftigen Kräften, die seiner Ansicht nach kooperieren sollen, rechnet Brinkmann die „pro-Bewegung“, an der man „zukünftig nicht vorbeikommen“ werde, die „Republikaner“ sowie „CDU-Dissidenten wie René Stadtkewitz oder ein freies Forum wie PI“ („Politically Incorrect“). Die endgültigen Formen für diese neue Formation, die Erfolg haben könne, seien noch nicht gefunden.

„Wenn es Aussicht auf Erfolg hat“, werde er auch finanzielle Mittel in ein solches Projekt im Berliner Wahlkampf einsetzen, sagte Brinkmann. Seine Zusage sei aber an die Voraussetzung geknüpft, dass vernünftige Voraussetzungen für einen Wahlkampf bestehen müssten: „Ansonsten kann ich das Geld auch in einen Kamin stecken.“ (ts)

  • Siehe auch:

/nrwrex/2010/07/brd-pro-sponsor-patrik-brinkmann-gibt-sich-eher-knausrig