B/K: „Pro Deutschland“ bettelt um „nachhaltige Spenden“

Berlin/Köln – Wer kennt das Problem nicht? Was ist eine angemessene Spende, gemessen an der Sinnhaftigkeit des Projekts, das gefördert werden soll, aber auch gemessen am eigenen Portemonnaie. „Pro Deutschland“ gibt die Antwort.

Nachdem der Traum vom großen Geld aus der Schatulle von Patrik Brinkmann erst einmal geplatzt ist*, haben die Rechtspopulisten rund im Manfred Rouhs realisiert, dass sie viele Einzelspender anzapfen müssen, um zumindest halbwegs aktionsfähig zu werden.

Ein Erfolg bei den Abgeordnetenhauswahlen im kommenden Jahr in Berlin setze voraus, „daß wir die Berliner Haushalte mit unseren Direktwerbemitteln erreichen und bis Jahresende in der Hauptstadt Hunderte neue Mitglieder gewinnen. Dafür benötigen wir Hilfe aus dem gesamten Bundesgebiet“, heißt es in einem heute auf der Internetseite von „pro Deutschland veröffentlichten Beitrag.

Derzeit werde die Arbeit in Berlin von 1.040 Haushalten getragen, in denen Mitglieder und Spender leben würden. Die Adressdatenbank von „pro D“ zähle aber 12.650 „Unterstützer“ bundesweit. „Das heißt: 11.610 Haushalte, aus denen wir ideellen Zuspruch erfahren, haben sich bislang noch nicht in einer Art und Weise am politischen Kampf um Berlin beteiligt, die für uns praktische Auswirkungen hat.“

Mehr als verzehnfachen würde sich die Schlagkraft von „pro Deutschland“, so heißt es in dem Text unter der Überschrift „Klug und nachhaltig spenden“, „wenn die mehr als 23.000 Menschen, die in den 11.610 Unterstützer-Haushalten leben, aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und zu unseren 1.040 Aktiv-Haushalten aufschließen würden“.

Und damit die potenziellen Spender wissen, was von ihnen erwartet oder erhofft wird, veröffentlicht „pro D“ gleich auch noch eine Tabelle, anhand derer die Anhänger überprüfen soll, „welchen Beitrag Sie persönlich leisten können“: von einem Prozent bei Geringstverdienern bis hin zu stolzen 12,5 Prozent bei denen, die über ein Monatseinkommen von mehr als 4.000 Euro verfügen. (ts).

* /nrwrex/2010/07/brd-pro-sponsor-patrik-brinkmann-gibt-sich-eher-knausrig

/nrwrex/2010/08/b-brinkmann-mag-kein-geld-den-kamin-stecken

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