B/K: Rouhs will rechte Splitterparteien sammeln

Berlin/Leipzig/Köln – Nachdem Manfred Rouhs der große Wurf nicht gelingen mag – ein Abgeordnetenhaus-Wahlkampf in Berlin mit dem großen Geld von Patrik Brinkmann und einem abtrünnigen CDUler, der seinen seriösen Namen hergibt –, buhlt der „pro Deutschland“-Vorsitzende nun um Unterstützungszusagen bei rechten Kleinparteien.

[caption id="attachment_2494" align="alignleft" width="300" caption="Braucht sein Geld für teure Bilderrahmen: Patrik Brinkmann. Aber wen zeigt das Bild? (YouTube-Screenshot)"]Braucht sein Geld für teure Bilderrahmen: Patrik Brinkmann. Aber wen zeigt das Bild? (YouTube-Screenshot)[/caption]

Wie berichtet (/nrwrex/2010/08/kb-rouhs-umwirbt-dsu), trat der Kölner Ratsherr am Samstag in Leipzig bei einem DSU-nahen Gesprächskreis auf, um für das Konzept seiner rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“ zu werben.

Herausgekommen ist bei dem Treffen, an dem nach Angaben von „pro D“ unter anderem die Leipziger Kreistagsmitglieder Mirko Zötzsche und Karl-Heinz Obser von der „Deutschen Sozialen Union“, der Chemnitzer Stadtrat Martin Kohlmann (Ex-„Republikaner“ und jetzt für „pro Chemnitz“ aktiv) sowie Detlev Spangenberg aus Radebeul („Bündnis Arbeit, Familie, Vaterland“) teilgenommen haben sollen, nicht viel. Teilnehmer des Treffens hätten sich bereit erklärt, nach Berlin zu reisen, um sich an den „pro D“-Aktivitäten in den Stadtbezirken zu beteiligen, teilte „pro Deutschland“ mit. Immerhin: Die Rouhs-Truppe wird es aber freuen, fehlt es ihr doch nicht nur am Geld, sondern auch an aktiven Mitgliedern.

Im Gegenzug werde „pro Deutschland“ eine überregional verwendbare Variante der Postkarten-„Petition“ gegen die Aufnahme der Türkei in die EU erstellen. Die Postkarte werde zunächst in Leipzig verteilt, stehe aber in Kürze auch bundesweit zur Verbreitung zur Verfügung. (ts)