K/B: Rouhs umwirbt DSU

Köln/Berlin – Bei seinen Versuchen, „pro Deutschland“ auf eine breitere Basis zu stellen oder alternativ eine neue rechte Wahlplattform unter Ausschluss neonazistischer Kräfte zu bilden, umwirbt der „pro D“-Vorsitzender Manfred Rouhs jetzt offenbar auch die Überreste der „Deutschen Sozialen Union“.

Wie das extrem rechte Internetportal „Gesamtrechts“ mitteilte, will Rouhs am 21. August bei einer Veranstaltung eines DSU-nahen Gesprächskreises das Konzept der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“ erläutern.

Seit Jahren verliert die DSU an Bedeutung. Bei den Stadtrats- und Gemeinderatswahlen in Sachsen, ihrer früheren Hochburg, kam die Partei 2009 nur noch auf 0,5 Prozent. Fünf Jahre zuvor waren es noch 2,2 Prozent. Damit verlor die DSU mehr als die Hälfte ihrer Mandate und konnte nur noch 22 Ratssitze behaupten.

Nach eigenen Angaben verfügt die Partei über Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen. Aus den westdeutschen Landesverbänden wurden zuletzt jedoch keinerlei nennenswerte Aktivitäten bekannt. (ts)

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