E: NPD plant Kundgebung in Katernberg

Essen – Die Essener NPD hat eine „Kampagne gegen die Überfremdung unserer Schulen und Stadtteile“ angekündigt. „Höhepunkt“ soll eine Kundgebung im Essener Stadtteil Katernberg sein.

Wann die Kundgebung stattfinden soll, verriet die NPD noch nicht. Sie wies aber darauf hin, dass die Kampagne „mit Unterstützung der NPD-Ratsvertretungen von Dortmund und Bochum, sowie der nationalen Opposition vor Ort“ durchgeführt werde. Geplant seien unter anderem Verteilaktionen und Infostände.

Schon vor knapp vier Monaten hatten die Ruhrgebiets-Stadtverordneten der NPD, Axel Thieme aus Dortmund, Claus Cremer aus Bochum und Marcel Haliti aus Essen, angekündigt, ihre zukünftige Arbeit untereinander abzustimmen. Als „städteübergreifende Initiative“ stellten sie zudem Ende Mai eine gemeinsame Kampagne unter dem Motto „Das Ruhrgebiet muß deutsch bleiben!“ in Aussicht. (/nrwrex/2010/05/doboe-npd-weiter-antiislamisch-unterwegs)

Der Essener NPD-Stadtverordnete Marcel Haliti hatte bereits Ende Oktober letzten Jahres für Empörung gesorgt, als er in der konstituierenden Sitzung des neuen Rates verlangte, einen „Ausländerrückführungsbeauftragten“ einzusetzen. Der solle „den hier lebenden Ausländern bei den Formalitäten für ihre Rückreise behilflich“ sein, wird Haliti im Protokoll jener Sitzung zitiert. (/nrwrex/2010/01/emh-haliti-als-npd-landtagskandidat-nominiert)

Ganz auf dieser Linie bewegen sich auch die Forderungen, die mit der jetzt angekündigten Kampagne propagiert werden sollen. Unter anderem: „Ausländerrückführung statt Integration“; „Getrennte Schulklassen für deutsche und ausländische Schüler, solange die schrittweise Rückführung noch nicht abgeschlossen ist“; „Ausländern soll die eigene Kultur vermittelt werden, um ihnen die Rückführung in ihre Heimat zu erleichtern“; „Einführung von Beratungsstellen, in denen Ausländer auf eine Rückführung in ihre Heimatländer vorbereitet werden“. (ts)