E: Zoff zwischen „Freien“ und NPD wegen Kundgebung in Katernberg

Essen – Viele Freunde werde sich die NPD mit ihrer Ankündigung, am 23. Oktober in Essen-Katernberg zu einer Kundgebung aufzurufen, bei „parteifreien“ Neonazis wohl nicht machen, war hier am vorigen Donnerstag vermutet worden.* Inzwischen mehrt sich die Kritik an der Veranstaltung, die parallel zu einer von „Parteifreien“ organisierten Demonstration im nicht einmal 80 Kilometer entfernten Hamm stattfinden soll.

„2 Demonstrationen in einem Bundesland am selben Tag sind schon schwer zu vertreten, jedoch 2 verschiedene Demonstrationen (die vom Motto noch wesenverwand sind) in selber Region - kaum zu verstehen!“, empört sich ein Neonazi in einem einschlägigen Internetforum. Die NPD provoziere mit der Terminierung ihrer Kundgebung eine neue Diskussion.

„Mal wieder ganz arm.... Das ist und bleibt der einzige Agitationsweg der NPD-NRW. Angebliche Kampagnen, die keine sind, die ihren Abschluss und einzige Aktion in einer öffentlichen Veranstaltung finden, die wie so oft scheisse organisiert oder geplant wurde“, meint einer aus der Riege der „Autonomen Nationalisten“ aus dem Ruhrgebiet. Zwischen Hamm und Essen sei es nur ein Katzensprung, man mobilisiere aus den gleichen Spektren. „Es ist daher eine klare Konkurrenzveranstaltung“, schreibt er. An einen unglücklichen Zufall mag er nicht glauben. Die Kundgebung in Essen sei geplant worden, als der Termin der Demonstration in Hamm bereits öffentlich bekannt gewesen sei.

„Frage mich was sich der Herr Haliti (der Essener NPD-Stadtrat und -Kreisvorsitzende, d. Red.) dabei gedacht hat“, schreibt ein Autor aus Hamm in jenem Internetforum, in dem der NPD von Herzen einen Misserfolg gewünscht wird. „Bin mir aber sicher das es für die Essener NPD ein Reinfall werden wird.“ (ts)

* /nrwrex/2010/09/eham-essener-npd-kundgebung-am-23-oktober

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