DO: DVU-Landeschef Branghofer wechselt zu „pro NRW“ (aktualisiert)

Dortmund – Der Dortmunder DVU-Stadtrat Max Branghofer ist zu „pro NRW“ gewechselt.

Spekuliert wurde über diesen Schritt schon seit längerem. Nur der Zeitpunkt seines Wechsels kommt etwas überraschend: zum einen, da Branghofer zu den vier Landesvorsitzenden der „Deutschen Volksunion“ gehört hatte, die juristisch gegen eine „Fusion“ ihrer Partei mit der NPD vorgegangen sind und damit den Zusammenschluss tatsächlich zumindest verzögern konnten.* Zum anderen, da Branghofers Name bei einer eventuellen Wiederholung der Dortmunder Stadtratswahl nach einem Wechsel zu „pro NRW“ nicht mehr auf den Stimmzetteln stehen würde. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zu der Wiederholungswahl wird für Anfang März erwartet.

Die eigentlich für vorigen September vorgesehene Gründung eines „pro NRW“-Kreisverbandes in der Ruhrgebietsstadt war seinerzeit verschoben worden – offenbar, weil Branghofer damals den Parteiwechsel noch nicht vollziehen wollte.** Jetzt sieht er die Frage anders. Die juristische Auseinandersetzung über den Zusammenschluss von NPD und DVU werde er weiter „begleiten“, auch wenn er nicht mehr Mitglied der „Volksunion“ sei, kündigte er auf Anfrage an. Und der Rechtsstreit über die Wiederholung der Stadtratswahl werde nach dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen voraussichtlich eine weitere Instanz beschäftigen, so Branghofers Einschätzung. Bis zu einer möglichen Wiederholung der Stadtratswahl – falls es überhaupt dazu kommt – würde daher noch geraume Zeit verstreichen. 

Mit Max Branghofer wechselt nach Angaben von „pro NRW“ auch dessen Sohn Gerald zu der selbst ernannten „Bürgerbewegung“. Gerald Branghofer gehört der Bezirksvertretung Huckarde an. „Pro NRW“ berichtet außerdem, dass „weitere Dortmunder Kommunalpolitiker“ künftig für die Rechtspopulisten aktiv sein würden. Ob damit unter anderem auch Waldemar Stanko – als Mitglied der Bezirksvertretung Eving der dritte Mandatsträger der DVU in Dortmund – gemeint ist, ist bislang nicht klar. Branghofer mochte dazu selbst nichts sagen. Stanko selbst war nicht zu erreichen.

„Pro NRW“-Chef Markus Beisicht erklärte, Max Branghofer werde nun „mit vielen weiteren Mitstreiterinnen und  Mitstreitern die Aufbauarbeit in Dortmund für pro NRW fortsetzen“. Man peile einen „Wiedereinzug in den Stadtrat in Fraktionsstärke“ an. (ts)

* http://www.bnr.de/content/verschmelzung-ae-zwischen-npd-und-dvu-wird-entschleunigt

und

http://www.bnr.de/content/zur-konkurrenz-abgewandert

** /nrwrex/2010/09/do-pro-nrw-verschiebt-gr-ndung-des-kreisverbands-warten-auf-dvuler