BRD: Patrik Brinkmann mag schon wieder nicht mehr (ergänzt)

Berlin – Patrik Brinkmann, vor nicht einmal einem Monat zum Berliner Landesvorsitzenden von „pro Deutschland“ gewählt, hat einem Beitrag der antiislamischen Internetplattform „Political Incorrect“ (PI) zufolge seinen Rücktritt von allen Parteiämtern erklärt.

Brinkmann habe damit auf die Nominierung eines Kandidaten von „pro Deutschland“ für die Wahl der Berliner Bezirksvertretung Mitte reagiert. Der „pro Deutschland“-Kandidat gehörte früher der NPD an. In Kreisen der weithin homophob geprägten extremen Rechten wird ihm vorgehalten, homosexuell zu sein.

In der Erklärung Brinkmanns heißt es, der Kandidat verstoße „gegen alle Kriterien“, die ihm wichtig seien: die Ablehnung von „Dekadenz, von Unterstützung des Nationalsozialismus und Antisemitismus“. Dem Bundesvorsitzenden von „pro D“, Manfred Rouhs, wirft der schwedische Unternehmer dem PI-Bericht zufolge vor, er habe ihn „offenbar bewusst falsch informiert“. Brinkmann: „Ich wusste von diesen Dingen nichts.“ Damit sei „jede Grundlage für eine Zusammenarbeit entzogen“.

Rouhs konterte am Nachmittag. „Nur mit äußerstem Befremden“ könne er „Brinkmanns Vorstellung, es sei in einer demokratischen Partei geboten, einen gewählten Wahlbewerber zurückzuziehen, weil er homosexuell sei“, zur Kenntnis nehmen. Er, Rouhs, habe diese Forderung zurückgewiesen. Das Ausscheiden Brinkmanns bedaure er. Ein neuer Landesvorsitzender werde bei einer Landesversammlung am 15. April gewählt.

Rouhs soll inzwischen dem Schweden vorgeworfen haben, finanzielle Versprechen nicht eingehalten zu haben.*

Nicht klar ist derzeit, ob ein Rückzug Brinkmanns, der immer mal wieder Abstand zu „pro“ gesucht hatte, um sich der angeblichen „Bürgerbewegung“ dann doch wieder anzunähern, auch Auswirkungen auf sein Engagement für „pro NRW“ hätte. (ts)

* http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/03/30/streit-und-chaos-bei-berliner-rechtspopulisten_5981

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