B/K: Neonazis aus dem Rheinland bei Randale-Demo in Berlin

Berlin/Köln – Wenn Neonazis am Rande von Demonstrationen militante Aktionen starten, ist der Kölner Paul Breuer zuweilen nicht weit entfernt. So auch am vorigen Wochenende in Berlin.

Dort hatten Neonazis am vorigen Samstag einen Aufmarsch durch den Stadtteil Kreuzberg geplant. Mit ihrem Demo-Motto „Wahrheit macht frei“ wollten die Organisatoren Assoziationen zu der Parole „Arbeit macht frei“ wecken, die über den Eingangstoren der Konzentrationslager Auschwitz und Dachau angebracht war.

[caption id="attachment_4898" align="alignright" width="300" caption="Paul Breuer (im roten Sweatshirt) bei der Aktion in Berlin. Foto: apabiz"][/caption]

Mobilisiert wurde zu der Veranstaltung ausschließlich über szeneinterne Kanäle. Auch die Polizei gab keine Informationen zum Ort der Veranstaltung an Presse, Öffentlichkeit oder Bezirk. Rund 110 Neonazis versammelten sich schließlich am Kreuzberger U-Bahnhof Mehringdamm, darunter mit Paul Breuer, Axel Reitz aus Pulheim und Sebastian Ziesemann aus Erftstadt auch mindestens drei Rheinländer. Breuer und Ziesemann waren bereits im Februar mit von der Partie, als es in Dresden am Rande eines gescheiterten Neonazi-Aufmarschs zu einem Angriff auf ein linkes Wohnprojekt gekommen war.*

In Kreuzberg stellten sich etwa 500 Menschen den Neonazis entgegen. Die Polizei war mit der Situation vollkommen überfordert. Minutenlang brach Chaos aus. Neonazis griffen unter den Augen der Polizei Gegendemonstranten und Passanten an. In der U-Bahn-Station kam es später zu Übergriffen auf Menschen mit Migrationshintergrund.

* /nrwrex/2011/02/bmk-erftst-dter-bei-neonazi-attacke-gegen-wohnprojekt-mit-dabei

/nrwrex/2011/02/k-paul-breuer-bei-neonazi-angriff-auf-wohnprojekt-mit-von-der-partie

  • Ein unfangreiches Dossier zu dem Neonazi-Aufmarsch hat das
    „antifaschistische pressearchiv und bildungszentrum berlin“ (apabiz)
    veröffentlicht:

http://www.blog.schattenbericht.de/files/2011/05/apabiz-dossier-14Mai2011-Berlin.pdf