K: 320 statt mehrere Tausend „pro“-Demonstranten

Köln – Rund 320 Mitglieder und Anhänger von „pro Köln“, „pro NRW“ sowie anderer extrem rechter Parteien aus Deutschland, Belgien, Österreich und Frankreich wurden heute Nachmittag bei einer als „Marsch für die Freiheit“ angekündigten Demonstration in Köln gezählt.

Damit blieb die Teilnehmerzahl deutlich hinter den Ankündigungen von „pro NRW“ zurück. Anfang des Jahres hatte Parteichef Markus Beisicht gar erklärt, mehrere Tausend Demonstranten würden nach Köln kommen. „Pro“-Generalsekretär Markus Wiener versuchte dennoch heute, das Publikum bei Stimmung zu halten, indem er behauptete, die Ordner der Rechtspopulisten hätten 1.100 Teilnehmer gezählt.

Die Veranstaltung konnte erst mit etwa zweistündiger Verspätung starten, da Gegendemonstranten Gleise der Bahnstrecke von Leverkusen nach Köln blockiert hatten und sich daher die Anreise eines Teils der Rechtspopulisten nach Köln-Deutz verzögerte. Am Tag vor der Demonstration war eine Mail von Beisicht bekannt geworden*, in der er die Vorabtreffpunkte der Teilnehmer nannte, davon einer am Bahnhof Leverkusen-Opladen.

Auch die Demo-Strecke fiel deutlich kürzer aus als angekündigt. Von der Deutzer Freiheit ging es über die Deutzer Brücke zum Heumarkt. Dort war eigentlich nur eine Zwischenkundgebung vorgesehen. Daraus wurde dann aber auch schon die Abschlusskundgebung. Bereits kurz nach 16 Uhr und damit nach etwa zweistündigem Demo-Programm mit Rednern aus Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und den USA ging’s wieder zurück nach Deutz. (rr/ts)

* /nrwrex/2011/05/k-beisichts-interne-hinweise-zur-demo-bleiben-nicht-lange-intern

  • Ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung folgt am Montag beim „blick nach rechts“.