DO/EN: NPD-Kreisverbände feierten am Samstag Sommerfest

WITTEN – Für mehr Harmonie im extrem rechten Lager in NRW dürfte das nicht sorgen: Während rund 750 Neonazis am Samstag beim „Nationalen Antikriegstag“ in Dortmund aufmarschierten*, feierten zwei NPD-Kreisverbände in der Nachbarstadt Witten ihr Sommerfest.

Immerhin: Zumindest thematisch knüpften die feiernden NPDler ein wenig an das Motto der Neonaziveranstaltung in Dortmund an. Die Redner des Festes hätten „auf die Mitschuld der etablierten Politiker“ hingewiesen, „an Kriegen aktiv oder passiv (durch Bündnisse) teilzunehmen, die nur aus wirtschaftlichen Interessen geführt werden“, heißt es in einem Bericht der Partei über die Veranstaltung.

Fete in Witten-Annen

Ansonsten wurden bei der Feier der Kreisverbände Dortmund und Ennepe-Ruhr/Wuppertal**, die nach Informationen von „NRW rechtsaußen“ auf dem Gelände eines Betriebs in einem Gewerbepark in Witten-Annen stattfand, dem NPD-Bericht zufolge „bei kühlen Getränken und leckerem Schweinefleisch einige interessante Gespräche und Diskussionen zwischen Funktionsträger, Mitglieder und Interessenten geführt“. Über eine eventuelle Beteiligung von Mitgliedern aus den beiden Kreisverbänden an der Dortmunder Demo wird nichts mitgeteilt.

Voß unterstützt Neonazi-Aufmarsch

Anders als diese beiden NPD-Kreisverbände hielt es der Vorsitzende der NPD Unna/Hamm, Hans Jochen Voß. Er hatte am Samstag offenbar aus demonstrationstaktischen Gründen auf der Route des Dortmunder Neonazi-Aufmarschs eine eigene Kundgebung organisiert, bei der auch Vertreter der „Autonomen Nationalisten“ aus der Region als Redner auftraten. Voß’ rund 30-köpfige Gruppe schloss sich später dem durch die westliche Nordstadt ziehenden Neonazi-Tross an. (ts)

* Über den Dortmunder Neonazi-Aufmarsch berichtet der „blick nach rechts“ morgen ausführlich.

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