B: Rouhs lässt sich als „pro Deutschland“-Chef wiederwählen

BERLIN/BONN – Manfred Rouhs Partei „pro Deutschland“ lädt am heutigen Samstag zu ihrer Bundesversammlung in Berlin ein. Zu wählen ist ein neuer Bundesvorstand. Medienvertreter sind nicht zugelassen.

Erwartet wird, dass die angereisten Mitglieder das ehemalige Kölner Ratsmitglied Rouhs erneut zum Vorsitzenden der Partei wählen werden. Spannend ist, ob der Heilbronner Ex-„Republikaner“ Alfred Dagenbach als sein Stellvertreter im Amt bestätigt wird. Er gilt manchen als personifiziertes Hindernis für eine Zusammenarbeit von „pro Deutschland“ mit den „Republikanern“ rund um deren Parteichef Rolf Schlierer und seinen geschäftsführenden stellvertretenden Vorsitzenden Johann Gärtner.

Zweite REP-Reihe

Die weitere Terminplanung von „pro D“ lässt darauf schließen, dass Dagenbach zumindest erneut für eine wichtige Funktion im Vorstand vorgeschlagen werden soll: Der Planung der Partei zufolge soll eine der nächsten Vorstandssitzungen in seiner Heimatstadt Heilbronn stattfinden.

Schlierer und Gärtner meiden offenbar den Parteitag von „pro Deutschland“. Als Vertreter der „Republikaner“ bei einer Pressekonferenz am Sonntag kündigt jedenfalls Lars Seidensticker, der Berliner Landesvorsitzende und Bundesgeschäftsführer von „pro D“, nicht einen der beiden an, sondern lediglich den deutlich weniger profilierten REP-Vize Detlev Stauch.

Dritte „pro NRW“-Reihe

Muss sich „pro D“ bei der Pressekonferenz schon mit einem „Republikaner“ der zweiten Reihe begnügen, wird von „pro NRW“ gar nur ein Vertreter der dritten Reihe annonciert. Teilnehmen werde Nico Ernst. Vorgestellt wird er als „Mitglied des Rates der Stadt Bonn, Vorstandsmitglied von pro NRW“. Ratsmitglied in der Bundesstadt ist er zwar in der Tat, „pro NRW“-Vorstandsmitglied aber nicht. In der Parteihierarchie hat er es gerade einmal zum Schriftführer im Bezirksverband Mittelrhein und zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden in Bonn gebracht.

„Jetzt ist es amtlich: Republikaner und pro NRW werden auf unserer Bundesversammlung Grußworte sprechen. Einigkeit macht stark!“, freute sich Seidensticker auf seiner Facebookseite. Ein wirklicher „Aufbruch“ rechts von der CDU sieht freilich anders aus. (ts)