DO: „Die Rechte“ will Mahnwache gegen Asylsuchenden-Unterkunft abhalten

DORTMUND - „Die Rechte“ Dortmund führt ihre Kampagne gegen die Asylsuchenden-Unterkunft in Dortmund-Eving fort: Die Dortmunder Neonazis mobilisieren für Freitag, den 20. Februar zu einer Mahnwache in der Nähe der Haltestelle Zeche Minister Stein. Der Kundgebungsort – der Parkplatz eines Supermarktes in Eving – ist rund einen Kilometer Luftlinie von der in einer ehemaligen Hauptschule eingerichteten Unterkunft entfernt.

Der Mahnwache sind mehrere Aktionen gegen die Unterkunft vorausgegangen. Am 6. Februar zogen rund 40 Neonazis vor die Unterkunft, riefen Parolen und zündeten Feuerwerkskörper. Die Bewohner_innen der Unterkunft, viele von ihnen sind aus Syrien vor dem Bürgerkrieg geflohen, wurden durch die Neonazi-Aktion stark verängstigt. Zwei der Neonazis hätten versucht in das Haus einzudringen, äußerte ein Bewohner dem WDR gegenüber. 13 Personen wurden von der Polizei im Anschluss in Gewahrsam genommen, ihnen wird Landfriedensbruch und der Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen. Bei der Sicherung von Beweisen ging die Polizei außergewöhnlich sorgfältig vor: Kleidung und Mobiltelefone der Neonazis wurden einbehalten. Bereits einen Monat zuvor, Anfang Januar 2015, störten Dortmunder Neonazis eine städtische Informationsveranstaltung zur Einrichtung der Unterkunft. Es kam dabei zu Auseinandersetzungen, bei denen ein Polizeibeamter mit einer zerbrochenen Glasflasche verletzt wurde.

Meta