DO: Fackelmarsch vor Asylsuchenden-Unterkunft

DORTMUND - Am Abend des 6. Februar zogen rund 40 Neonazis der Partei "Die Rechte" vor eine Asylsuchenden-Unterkunft im Dortmunder Stadtteil Eving. Die Neonazis trugen Fackeln bei sich, riefen Parolen und zündeten Feuerwerkskörper. Als die Polizei vor Ort eintraf, hatte sich der unangemeldete Aufmarsch bereits aufgelöst. Die BeamtInnen nahmen 13 Personen in Gewahrsam, gegen die jetzt unter anderem wegen Landfriedensbruch ermittelt wird.

Teil einer Kampagne

Der Fackelmarsch in Dortmund-Eving ist Teil einer Kampagne der Partei gegen die Unterkunft. Anfang Januar haben Dortmunder Neonazis versucht, eine Infoveranstaltung zur Einrichtung der Unterkunft in einem ehemaligen Hauptschulgebäude in Dortmund-Eving zu stören. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Neonazis, bei denen ein Polizeibeamter mit einer zerbrochenen Glasflasche im Gesicht verletzt wurde.

Im Zuge der Kampagne hat "Die Rechte" außerdem Flyer in der Nachbarschaft verteilt und betreibt die Facebook-Seite "Nein zum Asylheim in Dortmund Eving", auf der in rassistische Manier gegen Asylsuchende und die Unterkunft mobilisiert wird.

AntifaschistInnen mobilisieren zu Kundgebung

Als Reaktion auf den Aufmarsch mobilisieren antifaschistische Gruppen zu einer Kundgebung unter dem Motto "Gegen die Brandstifter – Solidarität mit den Geflüchteten" am heutigen Samstag, den 7. Februar.

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