DO: „Tägliche Mahnwache in Eving“ angekündigt

DORTMUND - „Die Rechte“ Dortmund kündigt an, tägliche „Mahnwachen“ im Dortmunder Stadtteil Eving abhalten zu wollen. Nachdem die Neonazi-Partei am Montag, den 16. März in Eving erneut eine Kundgebung gegen Asylsuchende durchgeführt hatte, beklagen sie auf ihrem Portal „Dortmundecho“, die Polizei hätte den „Versammlungsort vollständig mit Polizeifahrzeugen und Absperrgittern umstellt“. Somit sei „jegliche Außenwirkung“ zerstört und „eine Solidarisierung von weiteren Bürgern“ verhindert worden.

Die täglichen „Mahnwachen“ seien nun eine Reaktion auf den Polizeieinsatz. Bisher veröffentlichten die Neonazis „Mahnwachen“-Termine von Dienstag, den 17. März bis Freitag, den 20. März. Die täglichen Veranstaltungen würden so lange fortgeführt, bis die „Verantwortlichen der Polizei Dortmund ihre Lektion gelernt haben!“, deutet „Die Rechte“ an.

Auf eine große Beteiligung hoffen die Neonazis, die zur Kundgebung am Montag lediglich rund 25 Personen mobilisieren konnten, nicht: Es stehe nicht „in erster Linie die Teilnehmerzahl im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, dass jeder Passant mit den nationalen Aktivisten ins Gespräch kommen und sich den Protesten anschließen kann“, so „Dortmundecho“.

Die Kundgebung in Eving war Teil einer Kampagne der Neonazis gegen Asylsuchenden in Dortmund. Seit Februar führt „Die Rechte“ regelmäßig Aktionen in Stadtteilen durch, in denen Geflüchtete untergebracht werden oder werden sollen. Zuletzt waren dies eine Kundgebung am 9. März im Dortmunder Stadtteil Derne und am 2. März in Dortmund-Wickede. Nach der Kundgebung in Derne wurde ein Journalist auf dem Heimweg mutmaßlich von Neonazis angegriffen. „Die Rechte“ hat angekündigt, die Kundgebungen regelmäßig durchzuführen, bevorzugt montags.