Dorstfeld

Auswirkungen rechter Raumaneignung und Gegenstrategien

Mit einer Demonstration durch die Stadtteile Dorstfeld und Marten, auf der massiv antisemitische Parolen gerufen werden, steht Dortmund wieder einmal im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Dortmunder Zivilgesellschaft weiß von der Versammlungsanmeldung, lässt es geschehen. Antifaschistische Interventionen bleiben aus. Doch ist Dorstfeld wirklich der „Nazikiez“, den die Nazis selbst propagieren? Eine jüngst vorgestellte Sozialraumanalyse der „Quartiersdemokraten“ beschäftigt sich mit „zivilgesellschaftlichen Problem- und Handlungsfeldern“ in Dorstfeld.

Neonazismus in Dortmund — ein aktueller Überblick

Dortmund ist nach wie vor bundesweit eines der attraktivsten Ziele für Neonazis, weiterhin ziehen zahlreiche Neonazis in die Ruhrgebietsstadt. Nach dem Verbot des „Nationalen Widerstands Dortmund“ (NWDO) hat sich die Szene nicht nur in der Partei „Die Rechte“ reorganisiert. Auch neue Gruppen sind entstanden.

2. Januar 2015 | nrwrex

DORTMUND – Am 3. Januar will die Neonazi-Partei „Die Rechte“ erneut in der Dortmunder Nordstadt aufmarschieren, um dort gegen „Polizeiwillkür“ zu protestieren. Die Neonazi-Szene macht die Polizei für die Verhinderung einer Kundgebung auf dem Münsterplatz am 21. Dezember 2014 durch antifaschistische Blockaden verantwortlich.

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29. März 2012 | nrwrex

DORTMUND – Bei den Hausdurchsuchungen gegen Mitglieder der Dortmunder Neonaziszene wurden am Mittwochabend auch Waffen sichergestellt.

In einer Wohnung in Dorstfeld fanden die Beamten nach Angaben der Dortmunder Polizei ein Luftgewehr, zwei Schreckschusspistolen mit Munition, eine Softairwaffe, zwei Teleskopschlagstöcke, eine Zwille, Pfefferspray und ein Einhandmesser. Folge der Durchsuchung sei eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, berichtete die Polizei. (red.)

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28. März 2012 | nrwrex

DORTMUND – Die Polizei hat am Mittwochabend das „Nationale Zentrum“ Dortmunder Neonazis an der Rheinischen Straße sowie drei Wohnungen „Autonomer Nationalisten“ im Stadtteil Dorstfeld durchsucht. Als die Polizei in der Rheinischen Straße anrückte, fand dort gerade ein „Kameradschaftsabend“ der Szene statt. Mit von der Partie unter den rund 50 Teilnehmern des Treffens: der Kreisvorsitzende der NPD Unna/Hamm, Hans-Jochen Voß, und der Alt-Neonazi Siegfried Borchardt. Am kommenden Samstag planen die Neonazis eine Demonstration in der Ruhrgebietsstadt.

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20. März 2012 | nrwrex

DORTMUND – Großflächig haben offenbar Neonazis die Scheiben einer Gesamtschule im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld mit Plakaten beklebt.

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1. November 2011 | nrwrex

DORSTFELD – Der brutale Angriff auf einen Afrikaner in Dortmund-Dorstfeld ist einem Bericht der Ruhr-Nachrichten zufolge aufgeklärt: Die Polizei habe einen 22-jährigen Verdächtigen aus der „Skinhead-Front“ in Oberdorstfeld ermittelt, der in der Nacht zum 25. September den Mann aus Gambia und zwei Zeugen, die dem 44-jährigen Opfer helfen wollten, mehrfach angegriffen und verletzt haben soll. Obwohl die Situation bedrohlich und hektisch gewesen sei, hätten die Opfer des Angriffs der Polizei wertvolle Hinweise geben können.

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26. September 2011 | nrwrex

DORTMUND – Ruhr-Nachrichten und „derwesten.de“ berichten über einen brutalen Überfall auf einen Afrikaner in Dortmund-Dorstfeld. Mit rassistischen Parolen habe ein Unbekannter in der Nacht zum Sonntag den 44-jährigen Mann angegriffen, ihm das Gesicht zerkratzt und das Opfer mit einem Messer bedroht. Zwei Zeugen hätten eingreifen und Schlimmeres verhindern können. Sie erlitten leichte Verletzungen durch einen Fußtritt und Pfefferspray. Der Unbekannte und eine Begleiterin konnten den Meldungen zufolge fliehen.

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16. Juni 2011 | nrwrex

Dortmund – Wie die Dortmunder Polizei heute Nachmittag mitteilte, gab es offenbar am vorigen Wochenende noch einen weiteren Zwischenfall mit jenen Neonazis, die am Samstagabend drei Frauen in einer Stadtbahn angegriffen hatten*.

Am Tag darauf, am Sonntag gegen 22 Uhr, sei die Gruppe erneut ins Visier der Polizei geraten, meldete die Polizei. Besucher der Pfingstkirmes in Dortmund-Huckarde seien aus einer 15-köpfigen Gruppe heraus zunächst verbal angegangen worden. Auch zu „vereinzelten körperlichen Rangeleien“ sei es gekommen.

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15. Juni 2011 | nrwrex

Dortmund – Zehn Männer und Frauen aus der rechten Szene haben am Wochenende zwei ausländische Frauen in der U44 in Dortmund angegriffen, berichtet das WAZ-Internetportal „derwesten.de“. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die zehnköpfige Gruppe in der von Dorstfeld in die Innenstadt fahrenden Stadtbahn zunächst die beiden dunkelhäutigen Frauen mit fremdenfeindlichen Sprüchen beleidigt. Eine couragiert eingreifende Frau sei fest gegen ein Fenster gedrückt worden. Beim Aussteigen der Neonazi-Gruppe stürzte außerdem ein Kinderwagen mit einem einjährigen Kind zu Boden.

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