Dortmund

Eskalation bei Protesten gegen den Gazakrieg

Kurz nachdem Israel Anfang Juli mit Militärschlägen auf den wochenlangen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen reagierte, kam es bundesweit zu Demonstrationen gegen den Krieg. Mitglieder der palästinensischen Gemeinden, türkische NationalistInnen, IslamistInnen aber zum Teil auch linke wie rechte AktivistInnen zogen zusammen durch die Innenstädte. „Die Linke“ NRW erklärte sich gar in einer Pressemitteilung mit allen in NRW stattfindenden Demonstrationen solidarisch. Dabei wurden auf diesen derart häufig antisemitische Inhalte verbreitet wie selten zuvor.

Foto: lfa
„Pressefotografin“ Melanie Dittmer bei der Arbeit
Melanie Dittmer: eine extrem rechte Aktivistin unter der Lupe

„Der wohl beste Artikel zu unserer Demonstration“, jubelte im Nachgang des Aachener Neonazi-Aufmarsches vom 29. März 2014 der Aachener Kreisverband der „Die Rechte“ auf seiner „Facebook“-Seite. Und verwies auf einen Beitrag auf der Internetwerbeplattform „lokalkompass.de“, die es registrierten NutzerInnen erlaubt, eigene Beiträge zu veröffentlichen. Autorin des Artikels war die in Höxter geborene, in Dorsten (Kreis Recklinghausen) aufgewachsene, später u.a. in Düsseldorf und Essen wohnhafte und heute in Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) lebende Melanie Dittmer.

„Kennenlerntreffen“ der HoGeSa am 28. September 2014 in Dortmund
Rechte Hooligans mobilisieren zum Kampf gegen Salafisten

Über 300 Personen folgten am 28. September dem Aufruf der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) und versammelten sich in der Dortmunder Innenstadt zum „Kennenlerntreffen“. Nur wenige der Teilnehmer_innen waren – wie vorab erbeten – in den Farben ihres Fußballvereins gekleidet erschienen und repräsentierten optisch das erhoffte Bild von „friedlichen Fußballfans“. Die Mehrheit inszenierte sich durch das Tragen von einschlägigen Modemarken oder Gruppenbezeichnungen wie „Cologne Streetfighters“, Tätowierungen und rasierte Schädel als martialische Schläger_innen.

Vier Wuppertaler Neonazis wegen schwerer Gewalttat verurteilt

Nach der Tat habe sie dem Angeklagten das Kürzel „KKK30“ auf das Handgelenk tätowiert, bezeugt eine ehemalige Aktivistin der Wuppertaler Neonazi-Szene vor Gericht. Die Zeugin erklärt auch die Bedeutung des Kürzels. „KKK30“ stehe für „Knüppelkommando Kaiserstraße 30“. Mit dem Tattoo verherrlichten die TäterInnen den brutalen Überfall auf linke BesucherInnen eines Flohmarktes in Wuppertal-Vohwinkel im September 2011. Mit Knüppeln hatten sie auf ihre Opfer eingeschlagen und mehrere verletzt. In der Kaiserstraße befand sich damals eine Neonazi-WG, in der zwei der vier Angeklagten wohnten. Unter ihnen auch Matthias Drewer (23), der Vorsitzende des Wuppertaler Kreisverbands der „Die Rechte“.

27. Oktober 2014 | nrwrex

KÖLN – Die Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) ist heute am frühen Abend eskaliert. Am Ebertplatz und am Breslauer Platz bewarfen die extrem rechten Hooligans und Neonazis die Polizei mit Flaschen, Steinen und Böllern. Die Polizei setzte mehrere Wasserwerfer und Pfefferspray ein, hatte die Lage lange Zeit aber nicht im Griff. Das Einsatzkonzept wirkte wenig durchdacht, vor Ort fehlten Polizeikräfte. Zahlreiche Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt, darunter auch PassantInnen und JournalistInnen.

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23. Oktober 2014 | nrwrex

KÖLN - Die für den  26. Oktober angekündigte Kundgebung der "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) - nrwrex berichtete - ist vom Bahnhofsvorplatz auf den Breslauer Platz verlegt worden. "Nach Rücksprache mit der Polizei [...] und aktuell mehr als 5.500 Zusagen auf Facebook" sei "der 'Bahnhofsvorplatz' definitiv zu klein", begründen die HoGeSa auf ihrer "Facebook"-Seite diese Änderung. Die Verlegung ist nicht die einzige Planänderung: Der Breslauer Platz an der Rückseite des Kölner Hauptbahnhofs wird nur als Auftaktort für eine Demonstration dienen.

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21. Oktober 2014 | nrwrex

KÖLN – Die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) mobilisiert für Sonntag, den 26. Oktober, zu einer Kundgebung auf der Kölner Domplatte, zu der über 1.000 Personen erwartet werden. Auf der zugehörigen Facebook-Seite haben bereits um die 5.000 User_innen ihr Kommen angekündigt. Die Gruppe, die sich zuerst über Facebook vernetzt hatte, mittlerweile aber eigene Organisationsstrukturen herausgebildet hat, wurde bei Facebook bereits 24.000 mal mit „gefällt mir“ bewertet.

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20. Oktober 2014 | nrwrex

DORTMUND - Nach eigenen Angaben hat die Neonazi-Partei „Die Rechte“ am 11. Oktober in Dortmund ihren Landesparteitag abgehalten und dabei den Landesvorsitzenden Dennis Giemsch (KV Dortmund) sowie dessen Stellvertreter Michael Brück (KV Dortmund) und den Beisitzer Sascha Krolzig (KV Hamm) im Amt bestätigt. Die Namen eines weiteren Beisitzers, des Schiedsgerichtsvorsitzenden sowie des Kassenprüfers wurden nicht genannt.

Hammer und Dortmunder Neonazis im Vorstand

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30. September 2014 | nrwrex

ESSEN - Einen neuen Landesvorstand hat am vorgestrigen Sonntag auf seinem Landesparteitag der nordrhein-westfälische Landesverband der NPD gewählt. Alter und neuer Landesvorsitzender ist der Bochumer Claus Cremer. StellvertreterInnen bleiben Ariane Meise (Rhein-Sieg-Kreis) sowie Stephan Haase (Märkischer Kreis). Timo Pradel (Märkischer Kreis bzw. Dortmund), der bisher ebenfalls als Landes-Vize fungierte, taucht in der neuen Vorstandsbesetzung nicht mehr auf, ersetzt wurde er nicht.

Verkleinerung des Landesvorstands

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29. September 2014 | nrwrex

DORTMUND - Mehr als 300 Menschen haben am Sonntag an einem Treffen an der Dortmunder Katharinentreppe teilgenommen, zu dem die Facebook-Gruppe "Gemeinsam sind wir stark. Hooligans gegen Salafisten" aufgerufen hatte. Ähnliche Treffen mit deutlich geringerer TeilnehmerInnenzahl wurden in den letzten Wochen in Köln und Essen durchgeführt.

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