Hammerskins

5. Dezember 2017 | nrwrex

Pressemitteilung der LOTTA vom 5.12.2017

Am 5. Dezember 2017 nahm das Innenministerium des Landes NRW Stellung zum neonazistischen Kampfsportevent „Kampf der Nibelungen“, das am 14. Oktober 2017 vor über 500 Neonazis in Kirchhundem (Kreis Olpe) stattfand.[1]Die Antworten der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ lösen bei Neonazismus-Expert*innen Erstaunen aus:

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Foto: David Janzen/dokurechts
„Hammerskins“ versuchen Ihre Zugehörigkeit zur Organisation in der Öffentlichkeit zu verbergen.
Zur Bedeutung von Netzwerken und Organisationen im Nazi-Rock

Während der Verfassungsschutz das von ihm als „subkulturellen Neonazismus“ bezeichnete Spektrum seit Jahren als unorganisiert und desorientiert charakterisiert, schaffen es diese Neonazis, konspirativ organisierte Rechtsrock-Konzerte durchzuführen, zu denen bis zu 5.000 Menschen geschleust werden. Das wirft die Frage auf: Welche Personen, Organisationen und Netzwerke können dies leisten?

Philipp Neumann von "Flak" in einem T-Shirt der "Hammerskins". Screenshot von Facebook.
Die Band „Flak“ im Portrait

Die RechtsRock-Band „Flak“ aus dem Rheinland existiert seit fast zehn Jahren. Gegründet als lokale Haus- und Hofband des „Aktionsbüros Mittelrhein“ (ABM) hat sich die Gruppe einen überregionalen Ruf im RechtsRock-Business erspielt. Dies ist nicht zuletzt auf ihren umtriebigen Sänger Philipp Neumann zurückzuführen.

Das Neonazi-Kampfsport-Event "Kampf der Nibelungen"

Mit dem "Kampf der Nibelungen" scheint sich ein fester Termin im extrem rechten Eventkalender zu etablieren. Die neonazistische Kampfsportveranstaltung fand 2015 zum dritten Mal statt. Durch die Ausrichtung des Kampfsport-Events versuchen deutsche Neonazis, an erfolgreiche Veranstaltungen aus dem europäischen Ausland anzuknüpfen. Dafür holen sie sich mit der russischen Marke "White Rex" einen wichtigen Kooperationspartner ins Boot. 

Zum Stand des NSU-Gerichtsprozesses in München

Auch nach 150 Verhandlungstagen befindet sich der Münchener NSU-Prozess noch mitten in der Beweisaufnahme. In den letzten Wochen und Monaten mussten mehrere Neonazis vor Gericht aussagen, hierbei ging es um Unterstützungsleistungen für den NSU.

27. März 2014 | nrwrex

GELSENKIRCHEN - Während die Zahl der RechtsRock-Konzerte insgesamt zurückgeht, ist bei der Gelsenkirchener Band "Sturmwehr" ein gegenläufiger Trend festzustellen, die Band ist aktiver denn je - und das trotz einiger Anfeindungen in der Szene, die ihr 2010/2011 zu schaffen machten (nrwrex berichtete). Beim zweiten neonazistischen "H8"-Festival, das im Mai vermutlich in Bayern stattfinden wird, ist "Sturmwehr" ebenso angekündigt wie beim "Support the movement"-Konzert am 5. April, laut Ankündigungsflyer irgendwo in „Western Europe“.

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Bandportrait: Breakdown

Mit ihrer fast zehnjährigen Existenz ist Breakdown die dienstälteste rheinland-pfälzische RechtsRock-Band. Obwohl es in letzter Zeit auf musikalischer Ebene etwas ruhiger um die Gruppe geworden ist, kann von Auflösungstendenzen keine Rede sein. Aber auch jenseits der Band sind die Mitglieder in der neonazistischen Szene aktiv.

Das europäische „Hammerfest“ in Toul/Frankreich

Bis zu 1.500 Neonazis trafen sich am 3. November 2012 abends in Toul im Nordosten Frankreichs beim europäischen „Hammerfest“. Bei dieser zentralen, jährlich stattfindenden Veranstaltung der „Hammerskins“ in Europa traten sieben Neonazi-Bands aus Deutschland, Ungarn und Griechenland auf.

14. Januar 2013 | nrwrex

RHEINLAND-PFALZ/NRW/BERLIN: Die taz berichtete Ende letzter Woche über einen internen Bericht des Bundeskriminalamts (BKA). In der 20-seitigen Analyse zu den "Hammerskins" heißt es, dass es in Deutschland mehrere Chapter gebe. Führende Struktur der deutschen "Hammerskins" sei das "Chapter Westmark", dessen Kopf Malte Redeker sei.

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