KR: NPD gegen "Fest ohne Grenzen"

Krefeld – NPD-Gliederungen am Niederrhein und „parteifreie“ Neonazis planen kurz vor der NRW-Kommunalwahl eine „gemeinsame, öffentliche Großveranstaltung“, die voraussichtlich am 29. August in Krefeld stattfinden soll.

Stören wollen sie damit einen Tag vor der Wahl ein „Fest ohne Grenzen“ mit Podiumsdiskussionen und dem Auftritt mehrerer Bands, bei dem zahlreiche demokratische Organisationen aus Krefeld ein Zeichen gegen Rassismus und Neonazismus setzen wollen.

Das Bündnis „Krefeld für Toleranz und Demokratie“ lädt dazu ein. Das wiederum stört die Neonazis. Die Organisatoren des „komischen Fest ohne Grenzen“, so hatte vor knapp einer Woche ein User im NPD-nahen „Nationalen Forum Niederrhein“ in eigenwilliger Orthografie vorgeschlagen. kämen bei der Anmeldung einer Gegenveranstaltung „ganz schön ins Schwitzen von wegen die müssen ja auch verdienen und wenn wir so bis 8 oder 9 uhr was machen haben die ein Problem“.

Am Wochenende meldete die Krefelder NPD nun, Vertreter der Partei aus Mönchengladbach, Krefeld, Viersen, Heinsberg, Moers, Kleve und Neuss sowie „Vertreter der Freien Kräfte“ hätten bei einer „Wahlkampftagung“ die „gemeinsame Ausrichtung des Wahlkampfs zur Kommunalwahl am 30.08 und zur Bundestagswahl am 27.9 beschlossen“ - inklusive jener „öffentlichen Großveranstaltung“, die „wohl“ am letzten Wochenende vor der Kommunalwahl in Krefeld stattfinden werde. Zugesagt hätten, so der O-Ton der NPD, „zwei namenhafte Gastredner und eine Musikgruppe“. (ts)

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