NE: Kreativ Unterschriften gesammelt?

Meerbusch – Die „Bürgerbewegung pro NRW“ beklagt sich darüber, dass die Kreisverwaltung im Rheinkreis Neuss einige der von der extrem rechten Populistentruppe vorgelegten Unterstützungsunterschriften für den Kommunalwahlantritt Ende August nicht anerkennen mag.

Mitte Mai hatte die Polizei mitgeteilt, dass eine Wählerin aus Meerbusch Anzeige gegen einen Unterschriftensammler von „pro NRW“ erstattet hatte: Er habe sich ihr als städtischer Mitarbeiter vorgestellt und so versucht, ihre schriftliche Unterstützung für seine Kandidatur zu erschleichen. Das war möglicherweise kein Einzelfall. Die Staatsanwaltschaft erklärte seinerzeit, sie gehe weiteren 125 Verdachtsfällen nach. Die Polizei fragte daraufhin bei weiteren Bürgern nach, ob die Unterschrift für die „pro NRW“-Kandidatur wirklich ohne Tricks erlangt worden sind. Konsequenz: Einige Unterschriften werden nun wohl nicht mehr anerkannt.

Der Karriere des betreffenden „pro NRW“-Kandidaten hat dies keinen Abbruch getan: Beim Parteitag Mitte Juni wurde er wieder in den engeren Landesvorstand der um ein Saubermann-Image bemühten „Bürgerbewegung“ gewählt. (ts)

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