BI: NPD-Probleme in Ostwestfalen

Bielefeld – Beim Versuch, landesweite Strukturen aufzubauen, hat die NPD offenbar insbesondere in Ostwestfalen Schwierigkeiten.

Vier der sechs nordrhein-westfälischen Bundestagswahlkreise, in denen sie am 27. September nicht mit einem Direktkandidaten auf den Stimmzetteln zu finden sein wird, liegen im Ostwestfälischen. Dies sind einer Aufstellung der Landeswahlleiterin zufolge die Wahlkreise 132 Gütersloh, 134 Herford-Minden-Lübbecke II, 135 Minden-Lübbecke I und 136 Lippe I. Lediglich in Bielefeld, Höxter-Lippe II und Paderborn ist sie mit Direktkandidaten präsent.

Gescheitert ist die NPD auch in Warendorf und in einem Wahlkreis am Niederrhein: In Kleve hatte sie ihren Wahlvorschlag verspätet eingereicht.

Die „Republikaner“ haben von den insgesamt 64 Wahlkreisen lediglich einen mit einem Direktkandidaten besetzt: Herne-Bochum II mit Bernd Blech. Die DVU verzichtet komplett auf Wahlkreisbewerber. In den beiden Wahlkreisen im Rhein-Sieg-Kreis treten zudem Direktkandidaten der rechten Kleinpartei „Ab jetzt... Bündnis für Deutschland“ an; auf den Stimmzetteln erscheinen sie mit der Kurzbezeichnung „Volksabstimmung“. (ts)