DU: Auch NPD will Ende März in Duisburg demonstrieren

Duisburg – Die NPD plant Ende März ein „Aktionswochenende“ in Duisburg mit einer Kundgebung und einer Demonstration.

Just für jenes Wochenende hat die innerrechte Konkurrenz von „pro NRW“ ihre „Konferenz“ zum Minarettverbot (Samstag, 27. März) sowie einen „Sternmarsch“ zur Merkez-Moschee im Duisburger Stadtteil Marxloh (Sonntag, 28. März) terminiert. Die NPD teilte nun mit, dass „am 27./28.03.2010 zwei öffentlichkeitswirksame Aktionen in der Rhein-Ruhr-Metropole Duisburg“ durchgeführt werden sollen. Damit wolle man „ein deutliches Zeichen gegen die Überfremdung, Islamisierung und kulturelle Zerstörung unserer Heimat setzen“.

Die Kundgebung der NPD am 27. März, dem Tag der „pro“-„Konferenz“, soll vor der Merkez-Moschee stattfinden. Am Tag darauf, wenn „pro“ seinerseits zum „Sternmarsch“ zur Moschee aufruft, steht eine NPD-Demonstration unter dem Motto „Der kulturellen, ethnischen und religiösen Überfremdung unserer Heimat entgegentreten - Keine islamische Machtsymbolik in unseren Städten und Gemeinden!“ auf dem Programm. Über deren geplante Route wurden keine Angabe gemacht.

Damit käme es zum einen zum ersten Kräftemessen der beiden konkurrierenden extrem rechte Parteien im beginnenden Landtagswahlkampf. Zu beweisen wäre, wer mehr Leute auf die Straße zu bringen in der Lage ist. „Pro NRW“, das für die eigene Veranstaltung allzu vollmundig schon einmal „bis zu 2000 Teilnehmer“ angekündigt hat, dürfte dabei wohl den Kürzeren ziehen. Zum anderen geht es der NPD darum, der Konkurrenz im Rechtsaußenlager, der es mit ihrer „Konferenz“ und dem „Sternmarsch“ erkennbar vor allem um die Produktion von Schlagzeilen geht, an jenem Wochenende dabei nicht allein das Feld zu überlassen.

In der Diskussion beim Internetportal „Gesamtrechts“ stören sich NPD-Funktionäre am Vorwurf, bloß „Trittbrettfahrer“ zu sein, wenig. „Warum soll man eine gute Idee nicht übernehmen?“, fragt beispielsweise der Autor „NPD KV Unna/Hamm“, ein Name, unter dem üblicherweise der NPD-Kreisvorsitzende für Unna und Hamm, Hans Jochen Voß, schreibt. Und der hessische NPD-Landesvorsitzende Jörg Krebs meint: „Wo bitte steht geschrieben, daß es ,pro’ allein zusteht, gegen die Überfremdung und Islamisierung unserer Heimat zu protestieren? Guter Schachzug der NRW-Kameraden!“ (ts)