Nebenbei: „Pro NRW“ fulminant innovativ in Sachen Abfallentsorgung

Leverkusen – Aus Schaden wird man klug? Bei „pro NRW“ jedenfalls ein klein wenig klüger.

Eine Rechnung über rund 33.750 Euro war den selbst ernannten Saubermännern von „pro Köln“ im vorigen Jahr ins Haus geflattert, weil sie nach der Kommunalwahl in der Domstadt mehr als 1300 Wahlpappen hatten hängen lassen und das Ordnungsamt sie schließlich einsammeln musste.

So etwas soll diesmal nicht passieren. Landesweit seien „inzwischen schon zehntausende Pro-NRW-Wahlplakate wieder abgenommen“ worden, beteuert die „Bürgerbewegung“. In wenigen Tagen würden auch die letzten Plakate ordnungsgemäß entfernt sein, verspricht man. Doch da gibt es ja immer kleine Restrisiken. Eine Straße beim Abräumen übersehen – oder vielleicht zufälligerweise gerade einmal kein Personal just für diese Straße zur Verfügung –, und schon droht wieder eine Rechnung.

Aber man wäre nicht „Bürgerbewegung“, wenn man nicht auch für solche Fälle eine Idee hätte, die zugleich eine echte Teilhabe von Bürgern am politischen Geschehen darstellt. „Ab sofort“ und „aufgrund zahlreicher Anfragen interessierter Bürger und Pro-NRW-Wähler“, so taten die Rechtspopulisten heute kund, erteile man „die Erlaubnis, dass die noch vorhandenen Wahlplakate von jedermann abgenommen werden dürfen“ – egal, ob als Souvenir oder um „pro NRW“ Arbeit abzunehmen.

„Auch mit dieser innovativen Idee geht pro NRW wieder einmal neue Wege in Sachen Bürgernähe“, schreibt der namentlich nicht genannter Autor dieser Mitteilung – und zerstört damit die letzte Hoffnung, dass man sich nach der Wahl wenigstens für ein paar Tage mal nicht von „pro“-Mitteilungen veralbert fühlen muss. (rr)

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