NRW: Neonazi-Demo in Remagen mit NRW-Beteiligung

Remagen – Mit maßgeblicher Beteiligung aus Nordrhein-Westfalen veranstalteten Neonazis am Samstag einen „Trauermarsch“ mit rund 300 Teilnehmern im rheinland-pfälzischen Remagen.

Gleich drei der Redner kamen aus NRW: Matthias Drewer aus Hamm bei der Auftaktkundgebung, Axel Reitz aus Pulheim bei der Hauptkundgebung sowie zum Abschluss Sven Skoda aus Düsseldorf. Außer den drei Nordrhein-Westfalen werden im offiziellen Bericht der Veranstalter nur noch die beiden Rheinland-Pfälzer David Hermann aus Bad Neuenahr sowie Markus Walter vom NPD-Landesvorstand als Redner genannt.

„Als Fazit des Tages kann ohne Zweifel festgehalten werden, dass der gesamte Aufmarsch störungsfrei und absolut vorbildlich verlief. Die Disziplin der Teilnehmer war während der gesamten Veranstaltung beeindruckend“, bilanzierten die Organisatoren. Ähnliche Beobachtungen wollen die Neonazis vom „Nationalen Widerstand Herne“ gemacht haben. Während des gesamten „ehrwürdigen Gedenkmarschs“ habe „absolute Disziplin“ geherrscht.

Nicht ganz so zufrieden äußert sich in einem Neonaziforum ein aus dem Münsterland stammender Teilnehmer: „Wie kann es sein das wir die Toten in unsere Reihen rufen, auf diesem heiligen Boden, auf dem Grund und Boden der erst von unseren Trupen verteidigt wurde, immerhin war die Brücke von Remagen in Sichtweite, welcher dann zum Friedhof für tausende Tote wurde, und dann 6 Leute den Unverstand haben auf diesen Boden zu PISSEN????“, fragt er sich.

Und auch von diesen Zwischenfall abgesehen, hat er ganz grundsätzlich etwas zu bemäkeln: „Was mich aber seit Jahren einfach nur annervt ist die Beteiligung der Mitteldeutschen Kräfte an Veranstaltungen die über die grenzen von Mitteldeutschland hinausgehen.“ Während man selbst aus Westdeutschland alljährlich im Februar nach Dresden fahre, das ja „ebenfalls am Arsch der Welt ist“, würden umgekehrt nach Remagen „fast ausschließlich westdeutsche Kräfte anreisen“. (ts)