K/B: „Pro Deutschland“-Chef Rouhs sagt erst einmal nichts zu Mandatsverzicht in Köln

Köln/Berlin – Daheim im Rheinland drängen „Parteifreunde“ von „pro NRW“ und „pro Köln“ Manfred Rouhs, als Spitzenkandidat von „pro Deutschland“ bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin anzutreten und im Gegenzug seinen Sitz im Rat der Domstadt aufzugeben. Doch der so Bedrängte sagt zum Thema Stadtratsmandat öffentlich erst einmal nichts.

Gelegenheit zu einer klaren Auskunft hätte Rouhs am Donnerstag in einem Interview mit der sehr „pro NRW“-nahen Internetseite „freiheitlich.org“ gehabt. Dort wurde er gefragt, wie es mit jener Spitzenkandidatur aussehe und ob es nicht nach außen signalisiere, dass er es in Berlin nicht ernst meine, wenn er dort nicht selbst als Spitzenmann antrete, so die gleich dreifache Verneinung in einem einzigen Satz.

Rouhs macht in seiner Antwort deutlich, dass er schon von dieser Frage nicht viel hält. Sie spiegelt seiner Meinung nach „eine typische rechte Szene-Debatte“ wider und erscheint ihm schlicht nicht relevant. Rouhs: „Niemand kennt in Berlin Manfred Rouhs, niemand kennt René Stadtkewitz – von einer Handvoll politisch hoch interessierter Personen abgesehen.“

Die deutsche „Nachkriegsrechte“, so konstatiert er, habe bislang „nur zwei in ihrer jeweiligen Zeit öffentlich bekannte Persönlichkeiten“ hervorgebracht. Rouhs: „Das waren Adolf von Thadden und Franz Schönhuber – und die sind beide tot.“ Das Fazit aus seiner Sicht: Für einen personalisierten Wahlkampf fehlt es den bundesdeutschen Rechtsaußen schlicht an adäquaten „Köpfen“ – inklusive seiner eigenen Person. Ganz praktisch bedeutet das: „Wir werden zunächst keine Personen-Plakate drucken können, sondern müssen mit Inhalten punkten.“

Kritisch nachgefragt hat „freiheitlich.org“ nicht, insbesondere was Rouhs’ von manchen in den eigenen Reihen erhofften Abgang in Köln betrifft. Das wäre wohl auch zu viel verlangt angesichts der Verquickungen jenes Portals mit „pro“. (ts)

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