W: Borgmann verlässt „pro NRW“

Wuppertal – Der ehemalige Wuppertaler Kreisbeauftragte bzw. Kreisvorsitzende von „pro NRW“, Frank Borgmann, hat die Partei verlassen.

In einem Schreiben an Parteichef Markus Beisicht, das die Internetseite „Bergische Stimme“ des bereits vor vier Wochen aus der „Bürgerbewegung“ ausgetretenen ehemaligen Beisicht-Stellvertreters Ronald Micklich dokumentiert, heißt es: „Die, wenn überhaupt, nur rudimentär vorhandene Demokratie in Ihrer ansonsten diktatorisch geführten Partei, lässt jeden Demokraten erschaudern und zurückschrecken.“ Die Vorgehensweise des Vorstandes bei Mitgliederanliegen sei unerträglich und schrecke viele Mitglieder ab. Dem Vorstand wirft Borgmann vor, mehrmals gegen die Satzung verstoßen zu haben. Beisicht selbst attestiert er ein „bösartiges und voller Intrigen steckendes, schäbiges Verhalten“.

Wie berichtet, hatte Borgmann auch öffentlich mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl des „pro NRW“-Bezirksvorstands für das Bergische Land im vorigen November beklagt. Kritisiert hatte er zudem, dass die Spitze der „Bürgerbewegung“ seine Beschwerden in dieser Frage nur höchst zögerlich und unter Druck zur Kenntnis genommen habe. „Der Vorstand hat sich innerhalb von pro NRW ein eigenes Rechtssystem geschaffen“, so Borgmann. Dies habe nur geschehen können, „weil sich sämtliche Funktionärsträger abkapseln und ihre ,Leichen im Keller’ hüten“.

Der „pro NRW“-Vorstand beschloss daraufhin kurz vor dem Mitte März stattfindenden Parteitag, ein Ausschlussverfahren gegen Borgmann einzuleiten: Er habe „parteiinterne Vorgänge veröffentlicht und öffentlich in verbandsschädigender Art und Weise gegen die Politik der Partei Stellung genommen“.* Dem Rausschmiss kam Borgmann nun durch seinen Austritt zuvor. (ts)

* /nrwrex/2011/03/w-pro-nrw-leitet-ausschlussverfahren-ein-hausverbot-beim-parteitag

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