Presseschau: E-Mail vom Attentäter an „Christen pro Köln“ (ergänzt)

KÖLN – „Nach einer ersten Überprüfung unserer E-Mail Postfächer“ könne sie für die „Bürgerbewegung pro Köln“ festhalten, „dass wir überhaupt keine solche E-Mail erhalten haben“, erklärte deren Fraktionsvorsitzende Judith Wolter am Dienstagabend. Zuvor war eine Vorabmeldung der WAZ bekannt geworden: Der Attentäter von Norwegen, so hieß es dort, habe sein „Manifest“ auch an „pro Köln“ geschickt. Womöglich wird eine zweite oder dritte Überprüfung der E-Mail-Eingänge bei „pro“ nun aber ein anderes Ergebnis erbringen als von Wolter angegeben. Wie taz und Kölner Stadt-Anzeiger übereinstimmend unter Berufung auf „Sicherheitskreise“ melden, verschickte Breivik sein Traktat sehr wohl an eine Kontaktadresse der „Bürgerbewegung“, und zwar an die ihres Arbeitskreises „Christen pro Köln“. Für dessen „Online-Kontakt“ zeichnet „pro Köln“-Vorstandsmitglied Regina Wilden verantwortlich. Zu den Berichten:

http://www.taz.de/!75229/

http://www.ksta.de/html/artikel/1311518163385.shtml

  • „Pro Köln“ berichtete vor einigen Tagen, das Landgericht Berlin habe es der taz untersagt, weiter folgende Behauptung zu verbreiten: „Wie die taz allerdings aus Sicherheitskreisen erfuhr, verschickte Breivik sein Traktat sehr wohl an eine Kontaktadresse der bräunlichen Gruppe, und zwar an die ihres Arbeitskreises ‚Christen pro Köln’.“ Ob das juristische Verfahren abgeschlossen ist, ist nicht bekannt. Bis heute (18. September 2011) ist der taz-Text inklusive der von „pro Köln“ monierten Formulierung online abrufbar.