Nebenbei: Claus Cremers Frontberichte

Schwerin/Bochum – Mecklenburg-Vorpommern wählt heute einen neuen Landtag. Die NPD will wieder ins Schweriner Schloss einziehen. Auch aus anderen Teilen der Republik waren Funktionäre im Wahlkampf zur Unterstützung angereist, darunter der NRW-Landesvorsitzende Claus Cremer. Aus dem Nordosten schickte er in den letzten Tagen Frontberichte.

„Bis zum Wahltag werde ich mit meinen Kameraden in MV bleiben und wir werden unseren Beitrag zum Wiedereinzug leisten“,

[caption id="attachment_5886" align="alignright" width="225" caption="Claus Cremer im Februar 2006 bei einer Demonstration in Münster."][/caption]

beteuerte er am vorigen Sonntag den daheim gebliebenen „Kameraden“ seinen unbedingten Durchhaltewillen. Nachdem er montags mehrere Infostandaktion „erfolgreich“ hinter sich gebracht hatte, gab er schon einmal die Parole für den Folgetag aus:

„Morgen wieder ran ans Volk.“

Auch der Dienstag hatte irgendwann einen Feierabend, doch Cremers Gedanken galten nur einem:

„Morgen in alter Frische wieder an die Wahlkampffront.“

Und tatsächlich sah er sich mittwochs recht bald schon

„wieder im Einsatz. Schwerin wird im Endspurt noch einmal zugepflastert“.

Per Twitter blies er zur großen

„Schlußoffensive: Hunderte Transparentplanen sind in der letzten Woche im ganzen Land zu sehen.“

Erstaunlicherweise meldete er sich dann erst wieder am Freitag:

„Und schon wieder im Einsatz. Nachdem wir nun ganz Schwerin abgedeckt haben, geht es nun wieder raus an den Infostand bzw. an die Bürger.“

Doch nicht nur die Bodentruppen der NPD samt Cremer gingen ran ans Volk bzw. die Bürger:

„Luftraum über MV erobert“,

berichtete Cremer zwei Tage vor der Wahl: Das Flugzeug mit dem Banner „Wählt NPD“ sei nun in der Luft. Zumindest der Samstag bot dann doch noch etwas Abwechslung:

„Den Wahlkampftag mit einem Infostand in Boizenburg und einer Runde mit dem Spitzenkandidaten über ein Volksfest im Pampow erfolgreich beendet.“

Ein wenig Truppenunterhaltung muss dann doch sein.

Bleibt die Frage, wo der NPD-Landeschef am Donnerstag war. Wir tippen darauf, dass Cremer den Tag in einem Bunker verbrachte. (ts)

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