GT: Neonazi-Rapper Makss Damage: Gesteigerte Aktivität

GÜTERSLOH - Der aus dem ostwestfälischen Gütersloh kommende neonazistische Rapper „Makss Damage“, mit bürgerlichem Namen Julian Fritsch, macht zu Beginn des Jahres 2015 mit erhöhter Aktivität auf sich aufmerksam. Im Februar veröffentlichte er das Album „2033“. Es ist seine erste wirklich produzierte CD . Zuvor veröffentlichte Fritsch seine Lieder nur im Internet.

Eigentlich sollte das Album bereits am 16. Dezember 2014 erhältlich sein. Das Presswerk weigerte sich jedoch, die CD aufgrund „bedenklicher Inhalte“ auszuliefern. Deshalb verzögerte sich das Erscheinen, so Fritsch. 15 Lieder enthält die beim Label „Reconquista Records“ mit der Produktionsnummer „001“ erschienene CD. Bei „Reconquista Records“ handelt es sich vermutlich um Fritschs eigenes Label.

An der Produktion des Albums wirkten verschiedene Musiker der extremen Rechten mit. „Driugan“, „Nordic Walker“, „Megatron“, „Der Oberberger“ und „Baldur“ unterstützten den Rapper bei der Aufnahme seiner Lieder. Unterstützung erhielt er auch beim Dreh für das mittlerweile bei „YouTube“ entfernte Video zum Track „ENAZETI MCEE“ (meint „Nazi MC“), in dem vormalige Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land“ mit Waffen posieren. In dem rassistischen Track bezieht sich Makss Damage mehrfach auf den „Ku Klux Klan“ und droht: „Vergiss die Baumwollplantagen-Musik / Mann, ich befrei' keine Sklaven / Das hier ist weißer Rap / Und an all die lieben Leute, die gerne mal Deutsche jagen / Es kommt der Tag, da habt ihr alle ein brennendes Kreuz im Garten“. Verantwortlich für das Layout des Album ist nach Angaben des Rappers „Vlanze Graphics“, ein Projekt des Neonazis Martin Wegerich.

Ein Auftritt des Rappers in „Süddeutschland“ ist für den 3. April angekündigt. Er soll auf einem Konzert unter dem Motto „Unbending Will" neben „H8Machine“ aus den USA, „Terrorsphära“ aus Österreich, „Thrima“ aus Mecklenburg-Vorpommern sowie einer "Überraschungsband" in „Süddeutschland“ auf der Bühne stehen. Das Erscheinen der CD „2033“ und der Auftritt eines der wenigen bekannten NS-Rappers neben so bekannten Größen des Nazi-Rock bedeutet einen wichtigen Schritt in der Etablierung neonazistischen Raps.