LIP: Holocaust-Leugnerin provoziert bei Auschwitz-Prozess

DETMOLD - Heute begann vor dem Landgericht in Detmold der Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, Reinhold Hanning. Dem 94-jährigen wird Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen vorgeworfen. Zu Prozessbeginn war auch die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck vor Ort.

Sie platzierte sich zeitweilig vor dem Eingang für die Prozessbeteiligten. Hier müssen auch die Überlebenden des Konzentrationslagers vorbei. Eine unglaubliche Zumutung.

Die Prozesse gegen die TäterInnen der Vernichtungslager belegen öffentlichkeitswirksam die Existenz des Holocaust. Da gerade die Erinnerung an den Massenmord den Nationalsozialismus diskreditiert, leugnen bis heute AktivistInnen der neonazistischen Szene den Holocaust, versuchen durch pseudowissenschaftliche Gutachten Zweifel zu sähen oder relativieren den Holocaust, zum Beispiel in dem die Bombardierung Dresdens mit den Vernichtungslagern auf eine Ebene gestellt wird.

Ursula Haverbeck war bis zum Verbot im Jahr 2008 im „Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“ (VRBHV) aktiv und leitete das ebenfalls verbotene Bildungszentrum „Collegium Humanum“ in Vlotho.

Weitere Infos zum Prozess und zu antifaschistischen Gegenaktivitäten unter: www.gegendasvergessen.blogsport.de oder bei Facebook unter www.facebook.com/Gegen-das-Vergessen-in-OWL-971461409602100.

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