
![Ausschnitt aus dem Theaterstück „Solingen 1993“ (D’haus Stadt:kollektiv).]()
Schlussstrich nach Aktenlage?
Ergebnisse des „ToreG NRW“-Projektes vorgestellt
Am 3. September präsentierten NRW-Innenminister Herbert Reul und das LKA NRW der kurzfristig eingeladenen Presse die Ergebnisse des „Projekts zur Klassifikation von Todesopfern rechter Gewalt in NRW (ToreG NRW)“. Reuls Anliegen: dem LKA für seine Arbeit „im Kontext der Bekämpfung des Rechtsextremismus“ ein glänzendes Zeugnis schreiben zu lassen. In ihrem 12 Seiten knappen „Abschlussbericht-Handout“ fasst die Projektgruppe zusammen, wie und mit welchen Ergebnissen sie seit Mitte 2022 ihre Arbeit gemacht haben will.
![Plakate anlässlich des „130. Geburtstags“ des „Vorsitzenden Mao Tse-tung“ im Frühjahr 2024.]()
Zombie-Che strikes back
Autoritäre antiimperialistische Gruppen im Aufwind
Autoritär-kommunistische Gruppen sehen sich im Aufwind. Gerade vor dem Hintergrund des Gaza-Kriegs agieren sie lautstark und unverhohlen antisemitisch. Ihre Netzwerke sind intransparent. Sie kapern Veranstaltungen und versuchen mit einfachen Antworten, stalinistischen Merksätzen und straffen Hierarchien besonders junge Menschen zu rekrutieren.
![Hausdurchsuchung bei Jürgen Elsässer in Falkensee im Rahmen des „COMPACT“-Verbotes am 16. Juli 2024.]()
Gescheitert?
Das Verbot der „Compact“
Für die Macher*innen der extrem rechten Monatszeitschrift „Compact“ kam das Verbot der „Compact-Magazin GmbH“ vom 16. Juli 2024 ziemlich überraschend, hatte sie bis dahin ihre antisemitische und rassistische Hetze doch weitgehend ungehindert und mit erheblichem Zuspruch verbreiten können. Nach einer Klage der Herausgeber hob das Bundesverwaltungsgericht am 14. August das Verbot bis zur Entscheidung in der Hauptsache auf. Zeit für eine Zwischenbilanz.
![Teile der „Rheinlandbande“ um Paul Fuchs (Bildmitte) bei einer Sonnenwendfeier der JN am 15. Juni 2024 in Eschede.]()
Die „Rheinlandbande“
Neonazi-Nachwuchs im Rhein-Sieg-Kreis
Die „Rheinlandbande“ hat sich innerhalb kurzer Zeit von einem losen Zusammenhang posender Kleinstadtjugendlicher mit Hang zum Neonazitum zur organisierten Kleinstgruppe der „Jungen Nationalisten“ entwickelt. Möglich war dies nicht zuletzt durch die enge Verbindung mit dem „Freundeskreis Westerwald“ um Melanie Dittmer. Beide Gruppen treten häufig gemeinsam bei Wanderungen, Aktionen und Schulungen auf.
![Hannes Ostendorf (Bildmitte in kurzer Hose mit dem Rücken zur Kamera) vor der „Linie 5“ am 22. Juni 2024.]()
Die „Linie 5“
Von einer Traditionskneipe zum rechten Szeneort
Am Samstag, den 22. Juni 2024, fand in der Eckkneipe „Linie 5“ in Bochum ein Ereignis statt, das weit über die Nachbarschaft hinaus für Aufsehen sorgte: ein Konzert der RechtsRock-Band „Kategorie C”. Seit 2021 wird die „Linie 5“ zunehmend zu einem Knotenpunkt für die extreme Rechte. Ein genauer Blick auf die Geschehnisse rund um die „Linie 5“ und die extrem rechte Gruppe „Der Störtrupp — DST“ offenbart eine Bedrohung von rechts, die einer Antwort bedarf.
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Bewährung für Bombensammler
Statt mehrjähriger Haft bleibt der Frankfurter Marcel L. auf freiem Fuß
Seit Mai verhandelte das Frankfurter Landgericht gegen den inzwischen 28-jährigen Marcel L. aus dem Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim. Im April 2023 war er festgenommen worden, wobei die Polizei zahlreiche Verstöße gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz registrierte. Das Gericht sah letztlich keine Hinweise auf die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat und verurteilte den Studenten zu zwei Jahren auf Bewährung.
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Bautzen war keine Überraschung
Die Bedeutung von Transfeindlichkeit in aktuellen rechten Mobilisierungen
Am Samstag, 10. August 2024, fuhren über 700 Neonazis nach Bautzen, um dort die 1.000 Teilnehmenden des zum zweiten Mal stattfindenden „Christopher-Street-Days“ (CSD) zu stören. Bilder und Videos des bedrohlichen, schwarzgekleideten neonazistischen Mobs sorgten für breite Empörung. Doch ‚Bautzen‘ war nicht neu und überraschend, sondern nur die Spitze des Eisbergs queerfeindlicher Mobilisierung und Gewalt. Diese nimmt zu, berichten Betroffenenverbände und diejenigen, die antifeministische Strukturen beobachten, seit Jahren.
Kurzmeldungen
Fakten, Fakten, Fakten aus NRW, RLP und Hessen
![Stand Up To Racism. Kundgebung am 10. August 2024 in London.]()
„Bürgerkrieg ist unvermeidlich“
Die rassistischen Riots im Sommer 2024 im Vereinigten Königreich
Im Vereinigten Königreich tobten Ende Juli und Anfang August die wohl schlimmsten rechten Riots der britischen Nachkriegsgeschichte. Flüchtlingsunterkünfte wurden in Brand gesteckt, Moscheen angegriffen. Die Gewalttäter:innen stießen auf breiten Widerstand in der Bevölkerung.
![Das ikonische Denkmal, das symbolisch den Eingang zur Hölle markiert, dominiert seit 1964 die Topographie der Gedenkstätte.]()
„Der schrecklichste Ort der Welt“
Vor 80 Jahren wurde das KZ Majdanek befreit
Am 23. Juli 1944 befreite die „Rote Armee“ im etwa 180 Kilometer südöstlich von Warschau gelegenen Lublin das nationalsozialistische KZ Majdanek, offiziell KL Lublin genannt. Zum ersten Mal betraten alliierte Soldaten ein nationalsozialistisches Konzentrationslager. Nur zwei Monate später wurde Majdanek zur ersten KZ-Gedenkstätte in ganz Europa.
Die AfD zwischen Verbot und Machtübernahme
















